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Heepmanns Kolumne: Alles auf Anfang? Die Baselworld ist wieder da.

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Antje Heepmann, Redaktion WatchPro Deutschland

Im kommenden Jahr ist also alles wieder beim Alten im Messekalender: im Februar findet die Inhorgenta statt, Ende März folgt die Baselworld. Ganz so einfach ist es dann doch nicht. In den letzten zwei Jahren ist die Messelandschaft unserer Branche gehörig durcheinandergewirbelt worden – auch infolge der Corona-Pandemie.

Für das (vorläufige) Ende der Baselworld, das im vergangenen Frühjahr verkündet wurde, war Corona aber eigentlich nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Schon zuvor stand das Konzept auf dem Prüfstand der Aussteller und Besucher, nicht zuletzt aufgrund der immensen Kosten für die Teilnahme.

Für die Swatch Group hatte die Messe bereits 2018 nicht mehr den Anforderungen des Konzern genügt, 2019 fand die Baselworld dann ohne den Multimarkenkonzern statt – und weitere große Aussteller sprangen in der Folge ab. Einige davon sammelten sich dann nach und nach in Genf und sind dabei, neue Formate wie die Watches & Wonders Geneva und die Geneva Watch Days zu etablieren.

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Die Inhorgenta Munich sollte man bei dem Schweizer Messe-Hin-und-Her nicht aus den Augen verlieren. Aber dazu später.

„Wir sind intensiv daran, zusammen mit den Ausstellern und Besuchern die Bedürfnisse und Möglichkeiten neuer Plattformen abzuklären und zu diskutieren”, sagte Michel Loris-Melikoff, Managing Director der Baselworld, im Mai letzten Jahres. „Wir werden bis im Sommer über mögliche Folgeformate entscheiden und dann über das neue Konzept und die Terminplanung informieren.“

Und bereits im Juni 2020 verkündete dann die MCH Group, dass es ein neues Format mit dem Namen HourUniverse geben werde. „Auf Basis der wertvollen Rückmeldungen und der heutigen Herausforderungen der Branche wurde mit HourUniverse ein neues Plattform-Konzept entwickelt, das die Kunden der Aussteller in den Mittelpunkt stellt: alle Akteure der Vertriebskette, traditionelle und/oder Online-Händler, einschließlich derer des CPO (Certified Pre-Owned). Ihre Bedürfnisse bilden künftig das neue Ökosystem“, lautete die offizielle Beschreibung des neuen Formats, das als B2B2C-Treffpunkt konzipiert war und 365 Tage im Jahr aktiv sein sollte.

Darüber hinaus sollte es einmal jährlich einen physischen Live-Event mit sämtlichen Akteuren der Branche in Basel geben.

Die Erstausgabe war für den April 2021 geplant Doch zu dieser Premiere sollte es gar nicht erst kommen, Corona machte diesem Plan einen Strich durch die Rechnung. Zwar war zunächst ein Sommertermin angedacht, aber schlussendlich war das Interesse an der HourUniverse wohl auch eher verhalten, sodass sie noch vor ihrem Debut eingestampft wurde.

Nun soll es also wieder die gute alte Baselworld werden, allerdings mit einem komplett neuen Konzept, ohne Highendmarken, bodenständiger bei den Preisen und mit einer 365-Tage-Digital-Präsenz. Viel mehr als dies, der Termin im März/April 2022 und dass weitere Plattformen in den USA und Asien angedacht sind, ist noch nicht bekannt.

Bei all der ganzen Schweizer Messe-Aktivität hat der ein oder andere vielleicht die Inhorgenta Munich aus den Augen verloren. Der Münchner Branchentreff hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt, hat Schweizer Uhrenaussteller zurückgewinnen können und wurde so zumindest für Europa zu einem immer wichtigeren Messestandort.

Das neue Baselworld-Konzept scheint ihr nun sehr nahe zu kommen – nicht nur zeitlich. Angst, dass die Inhorgenta dadurch in ihrem Aufstieg gebremst werden köntne, hat die Messe München aber nicht.

Inhorgenta-Projektleiterin Elena Jasper betont:

„Insbesondere die vergangene Inhorgenta hat gezeigt, dass wir den Schweizer Uhrenherstellern eine tolle Plattform mit qualifiziertem, internationalen Publikum bieten konnten. Auch für die Inhorgenta 2022 sind wir in zahlreichen, sehr guten Gesprächen mit allen Ausstellern aus dem vergangenen Jahr und mit einigen weiteren Schweizer Uhrenherstellern. Außerdem freuen wir uns, dass wir bereits Zusagen der Marken Parmigiani, Cyrus Watch, Maurice Lacroix sowie der Belchengruppe haben. Aus unseren vertrauensvollen Gesprächen mit vielen Schweizer Uhrenherstellern wissen wir, dass sie an der Inhorgenta insbesondere die wachsende Bedeutung dieser Messe aber auch die Zuverlässigkeit schätzen. Für das kommende Jahr werden wir dies fortsetzen und unsere guten Beziehungen zu unserem Nachbarland weiter ausbauen.“

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