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Händler-Initiative hofft auf Öffnungen durch den Einsatz der Luca-App

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Das Handelblatt berichtet, dass die Pro-bono-Initiative „Händler helfen Händlern“, ein Bündnis von etwa 3.000 Händlern, einen Kurswechsel in der Politik fordert. Ihr Sprecher ist Marcus Diekmann, Geschäftsführer des Fahrradhändlers Rose Bikes.

Zu den rund 3.000 Unternehmen der Initiative „Händler helfen Händlern“ gehören Einzelunternehmer genauso wie große Ketten à la Media Markt und Saturn sowie Verbundgruppen wie Intersport.

„Wir müssen das Schwarz-Weiß-Denken aufgeben und Möglichkeiten finden, wie wir trotz der Pandemie weiter arbeiten können“, sagt Diekmann, dauerhafte Schließungen seien keine Lösung.

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Eine Lösung bietet das Bündnis nun an, und zwar in Form einer verpflichtenden digitalen Einlasskontrollen, um für eine lückenlose Nachverfolgung der Kontakte zu sorgen. „So können wir auch zugleich nachweisen, dass der Handel kein Infektionsherd ist“, sagt Diekmann dem Handelsblatt.

Konkret heißt das, dass sich die teilnehmenden Händler verpflichten, Kunden nur nach dem vorherigen einchecken mit der Luca-App und mit FFP2-Maske ins Geschäft zu lassen, maximal ein Kunde pro 20 Quadratmeter, bei Einhaltung aller erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln.

Im Gegenzug erwarten die Händler, dass sie auch bei höheren Infektionszahlen öffnen dürfen. „Wir haben doch mittlerweile Erfahrungswerte auch aus dem Ausland und wissenschaftliche Erkenntnisse über die Übertragungswege, die zeigen, dass ein Öffnen des Handels die Pandemie nicht treibt“, sagt Mark Rauschen, Inhaber des Modehauses L&T aus Osnabrück, der sich auch „Händler helfen Händlern“ angeschlossen hat.

„Händler helfen Händlern“ ist dabei nicht die einzige Initiative, die auf einen flächendeckenden Einsatz der Luca-App setzt. Auch das vom Shoppingcenterbetreiber ECE initiierte Bündnis „Das Leben gehört ins Zentrum“ setzt auf eine bundesweite Nutzung dieser App. Hinter dem Bündnis stehen große Handelsketten wie Deichmann, Kik oder Thalia.

Patrick Hennig, CEO des Luca-Erfinders Culture4life, erklärt, dass das Unternehmen angetreten sei, um die Gesundheitsämter zu entlasten. Dazu müssten aber möglichst viele mitmachen „Deswegen ist es eine tolle Nachricht, dass der Einzelhandel hier einen Schritt nach vorne macht.“

„Wir fordern, dass die Politik nicht immer nur mit Verboten reagiert, sondern proaktiv handelt und gemeinsam mit uns nach Lösungen sucht“, sagt Marcus Diekmann.

 

 

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