Home Nachrichten Deutschland

Handel und Dienstleistungen erholen sich

0

Nach einem gesamtwirtschaftlich durchwachsenen 1. Quartal 2021 zeigen die Monate April, Mai und Juni erste Zeichen der Erholung im Einzelhandel, Gastgewerbe und Tourismus sowie der Stabilisierung in der Produktion.

Allerdings bremsen Lieferengpässe vor allem im Bauhauptgewerbe, Maschinenbau und im Verarbeitenden Gewerbe die Produktion und dämpfen die Erwartungen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ließen die Lockerungen der Corona-Maßnahmen die Umsatzzahlen in Einzelhandel und Tourismus im Mai zwar kräftig steigen, sie liegen aber nach wie vor deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Eine Insolvenzwelle aufgrund der Pandemie blieb bislang aus.

Advertisement

Stationär-Handel mit Nicht-Lebensmitteln weit vom Vorkrisenniveau entfernt

Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln, der seit Beginn der Corona-Krise von den Einschränkungen stark betroffen ist, konnte sich im Mai 2021 real, kalender- und saisonbereinigt um 6,7 Prozent gegenüber dem Vormonat steigern.

Hierbei verzeichnete der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ein Plus von 72,1 Prozent ,der Handel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) von 15,3 Prozent Beide Bereiche lagen aber noch um 37,6 Prozent beziehungsweise 19,6 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Der Internet- und Versandhandel zeigt sich währenddessen vom wieder aufkeimenden Wachstum des stationären Handels unbeeinflusst. Im März 2021 hatte der Versand- und Internethandel einen Umsatzrekord erzielt, von dem er – nach einem kurzen Rückgang im April – auch im Mai nicht weit entfernt lag.

Weniger Insolvenzen in der Pandemie als erwartet

Die von einigen erwartete Insolvenzwelle durch die Corona-Krise ist bislang ausgeblieben. Auch als Effekt staatlicher Unterstützungen und des Aussetzens der Insolvenzantragspflicht setzte sich der langjährige Trend sinkender Insolvenzzahlen sogar verstärkt fort.

Im April 2021 lag die Zahl der angemeldeten Unternehmensinsolvenzen neun Prozent unter dem Vorjahreswert und sogar 21Prozent unter dem Wert für April 2019.

Die aktuellen Insolvenzbekanntmachungen der Amtsgerichte in Deutschland erlauben außerdem einen ersten Blick in die Zeit nach April 2021. Die Zahl der Regelinsolvenzen nahm im Juni 2021 im Vergleich zum Juni 2020 um ein Prozent ab. Im Vergleich zum Mai 2021 sank sie um gut zwei Prozent. Seit Anfang Mai 2021 gilt die Insolvenzantragspflicht wieder vollumfänglich; die Effekte dürften sich aber unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeiten der Gerichte erst in späteren Berichtsmonaten zeigen.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here