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Hamilton belebt die legendäre „Pulsar“ neu

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Die Hamilton Pulsar war eine der legendären Kreationen des “Weltraumzeitalters”. Ihre bahnbrechende Technologie rüttelte den Markt auf, und ihr futuristisches Aussehen machte sie zum Liebling von Vordenkern und Stilbildnern wie Jack Nicholson, Joe Frazier, Elton John und Keith Richards. 

Am 6. Mai 1970 präsentierte Hamilton bei einer Pressekonferenz im New Yorker Restaurant „The Four Seasons“ der Welt die erste elektronische Armbanduhr mit Digitalanzeige.

Die „Pulsar“ war nach den pulsierenden Neutronensternen benannt worden, die Strahlung mit einer ultra-präzisen Frequenz aussenden. Mit ihr schien ein Objekt der Zukunft entsprungen zu sein. Es gab keine beweglichen Teile, kein Ticken und eine unvergleichliche Lebensdauer und Genauigkeit.

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Die Öffentlichkeit erblickte erstmals bei der US-Fernsehsendung „The Tonight Show“ den Prototypen der „Pulsar“, als Johnny Carson ihre Funktionsweise demonstrierte: Mit einem Druck auf einen Knopf an der Seite der Uhr erschien die Uhrzeit in roten LED-Ziffern auf der dunklen Anzeige, und beim Halten des Knopfs wurden die verstreichenden Sekunden sichtbar. Die Uhr konnte über einen im Armband verborgenen magnetischen Streifen eingestellt werden.

1972 kam dann das erste serienreife Modell auf den Markt. Die „P1“ präsentierte sich im avantgardistischen Kissengehäuse und mit einem Armband aus 18-karätigem Gelbgold. Ihr Preis von damals 2.100 $ entsprach dem Preis für ein Familienauto.

Kein Geringerer als Elvis Presley gehörte zu den Pionieren, die eines der 400 Exemplare erwarben.

Spätere Modell in Edelstahl, mit einem etwas runderen Design und verbesserten Chip, wurden dann aufgrund der Nachfrage in großer Stückzahl produziert und begeisterten aber nach wie vor die Promi-Welt.

Getragen wurde zum Beispiel die „P2“ unter anderem von Keith Richards, Joe Frazier, Elton John, Giovanni Agnelli und US-Präsident Gerald Ford.

Das „Pulsar“-Modell der Neuzeit heißt „PSR“ und steht in zwei Versionen zur Verfügung: eine aus Edelstahl und eine aus PVD-beschichtetem Edelstahl in Gelbgold, die auf 1.970 Exemplare limitiert ist.

Beide Uhren sind mit einem Gehäuse ausgestattet, dass im breiten Kissenstil und in den Originalmaßen der „P2“ gestaltet ist. Die Uhren sind bis zu zehn Bar wasserdicht.

Aber es gibt auch Unterschiede: Die „PSR“ ist mit einem Hybrid-Display ausgestattet, das die Technologien der reflektierenden Flüssigkristallanzeige (LCD) und der emittierenden organischen Leuchtdioden (OLED) kombiniert. Beim Betätigen des Drückers werden wieder die hellroten OLED-Ziffern in der bekannten Form als ‚digitale Punkte‘ angezeigt, während das LCD-Display sicherstellt, dass die Zeit auch bei Tageslicht gut ablesbar ist. Da es keine Hintergrundbeleuchtung gibt, verbraucht die Anzeige sehr wenig Energie.

Die UVP betragen 695 beziehungsweise 945 €.

Die „P1“ und die „P2“ von 1972.

 

 

Tags : hamiltonP1Pulsarswatch group
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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