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Großaktionär Erhard Lee plädiert für eine Zerschlagung der MCH Group

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Nach der Baselworld-Absage von Rolex, Tudor, Patek Philippe, Chopard, Chanel und aller LVMH-Uhrenmarken hat die Zürcher Kantonalbank (ZKB) das Kreditniveau der MCH Group auf BB-/negativ zurückgestuft.

Die Schweizer Zeitung „Der Bund“ berichtet, dass der größte Privatinvestor der MCH Group dieser anlässlich des zunehmenden Ausstellerschwunds der Baselworld vorwirft, „völlig versagt“ zu haben.

„Auf jeden Fall ist das ein großer Schlag für den Messeplatz Basel“, sagt Erhard Lee. „Ich kann mir vorstellen, dass es eine beschauliche Messe für Zulieferer, Schmuckindustrie und Edelsteinhändler wird.“

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Wie und ob es mit der Baselworld weitergeht, steht in den Sternen und werde sich erst in den nächsten Wochen entscheiden, so Baselworld-Chef Michel Loris-Melikoff.

Bereits jetzt belastet aber die Absage der Luxusmarken den Messebetreiber MCH Group schwer: „Seine Kreditwürdigkeit nähert sich Ramschniveau. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat ihn auf das Niveau BB-/negativ zurückgestuft. Laut den Schätzungen generierte die Baselworld jeden zehnten Umsatzfranken oder 44,5 Millionen Franken im Jahr“, schreibt „Der Bund“.

Einzige beziehungsweise die logischste Überlebensoption sei eine Kapitalerhöhung. Aber das wird schwierig, meint „Der Bund: „In diesem Fall müssten die beiden Basel, die Stadt und der Kanton Zürich als Großaktionäre aber Steuergelder in Millionenhöhe in das marode Unternehmen pumpen. Zumindest in den beiden Basel käme dies einem politischen Erdbeben gleich. So beklagen bereits heute die Basler Grünliberalen, dass der Verwaltungsrat zwischen Ende 2016 und 2019 alle drei Tage rund eine Million Franken Eigenkapital vernichtet habe.“

Tags : baselworldLoris-MelikoffMCH GroupMelikoff
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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