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Geneva Watch Days 2022: Bulgari und der Spiegel der Zeit

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Die neue „Octo Finissimo Sejima“ wurde von Kazuyo Sejima erdacht und nach ihr benannt. Und wenn man sich die Uhr anschaut, denkt man im ersten Moment, dass Bulgari nach der Entwicklung immer flacherer Uhren nun daran arbeitet, sie einfach ganz verschwinden zu lassen.

Und das ist kein Zufall, wie Chefdesigner Fabrizio Buonamassa Stigliani im Gespräch mit der Schweizer Handelszeitung verriet: „Sie hat einen Zug mit Spiegelflächen entworfen, die die Umgebung widerspiegeln, wodurch der Zug quasi mit dem Land verschmilzt, durch das er fährt. Ein faszinierendes, inspirierendes Konzept! Wir entwerfen ja ultradünne Uhren, und der nächste Schritt könnte eine Uhr sein, die verschwindet – eine unsichtbare Uhr. Darüber habe ich mit ihr angefangen zu reden. Und es entstand das Konzept einer Uhr, die verschwindet.“

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Die Arbeiten der mehrfach ausgezeichneten japanischen Architektin Kazuyo Sejima sind geprägt von Modernität und Raumverständnis. Sie entwarf unter anderem das New Museum of Contemporary Art in New York. Und für das Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen gestaltete sie den würfelförmigen Bau, der inzwischen von der Folkwang Universität genutzt wird.

Die auf 360 Stück limitierte „Octo Finissimo Sejima“ zeichnet sich durch den starken Spiegeleffekt des Zifferblattes aus, der durch metallisierte Punkte im Saphirglas noch verstärkt wird. „Wenn Sie auf die Uhr schauen, dann sehen Sie sich selbst, Ihr Gesicht, Ihr Alter – Ihre Zeit“, so Fabrizio Buonamassa Stigliani.

Auch der Edelstahl des bis zehn Bar wasserdichten 40-Millimeter-Gehäuses und des Armbandes strahlen hochglanzpoliert. Der Gehäuseboden gibt den Blick frei auf das ultraflache Automatik-Manufakturwerk BVL 138 mit 60 Stunden Gangreserve. Es misst gerade einmal 2,23 Millimeter in der Höhe und hat einen Durchmesser von 36,6 Millimeter.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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