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Galeria Karstadt Kaufhof plant Standortschließungen und Stellenabbau im Rahmen des Schutzschirmverfahrens

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Der gerichtlich bestellte Sachverwalter Frank Kebekus und der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz kündigten in einem Schreiben an die Mitarbeiter an, dass es vor dem Hintergrund der Corona-Krise „leider auch zu Standortschließungen und dementsprechend auch zu einem Arbeitsplatzabbau kommen muss.“

Um wie viele Filialen oder Arbeitsplätze es geht, ging aus dem Schreiben nicht hervor.

Anfang April war das Rettungsschirmverfahren eingeleitet worden. Bereits damals wurden Stimmen laut, dass der zur österreichischen Signa-Gruppe gehörende Warenhaus-Konzern das Verfahren nutzen würde, um mit strengeren Maßnahmen als sonst möglich das angeschlagene Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen.

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Noch im Dezember 2019 hatte Verdi mit Galeria Karstadt Kaufhof einen Tarifvertrag ausgehandelt, in dem der Bestand aller Häuser bis Ende 2024 garantiert wurde. Das gilt nun offenbar nicht mehr.

Im Rahmen des Schutzschirmverfahrens muss nun Signa-Inhaber René Benko bis Ende Juni dem Amtsgericht in Essen, den Gläubigern und Mitarbeitern einen Sanierungsplan vorlegen. Dieser umfasst offenbar Filialschließungen und Jobabbau.

Frank Kebekus und Arndt Geiwitz haben bereits angedeutet, „dass die vor uns liegende Sanierung weit entschlossener ausfallen muss, als wir alle uns das wünschen würden“ und „dass es nun neben vielen anderen teilweise einschneidenden Maßnahmen leider auch zu Standortschließungen und dementsprechend auch zu einem Arbeitsplatzabbau kommen“ müsse, um Galeria Karstadt Kaufhof nachhaltig gesund aufzubauen, so die Geschäftsführung.

Angeblich habe die Kaufhaus-Kette während der Zeit der Komplettschließung mehr als eine halbe Milliarde € verloren, aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung nach der Wiedereröffnung werde sich der Umsatzverlust wohl auf eine Milliarde € erhöhen.

Bis zur entgültigen Entscheidung über den Umfang des Sanierungsplanes sollten die Mitarbeiter am besten wie bisher alles dafür „geben, unsere Kunden von uns zu überzeugen“, meint die Geschäftsführung.

 

Tags : BenkoCoronaKarstadtKaufhofSigna
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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