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Ungeachtet der Tatsache, dass die Alphabet-Tochter Google gerade erst die Übernahme von Fitbit verkündet hat – und damit über smarte Soft- und Hardware verfügt – erweitert die Fossil Group ihr Smartwatch-Sortiment mit einer neuen Kollektion an Hybrid-Uhren.

Damit setzt das Lifestyle-Unternehmen den bereits 2015 mit der Übernahme von Misfits Wearables eingeschlagenen smarten Weg konsequent fort. Auch wenn sich die Erfolge nicht so schnell einstellten wie erwartet. Daraus macht das Unternehmen keinen Hehl.

Aber so schnell gibt der weltweit tätige Konzern auch nicht auf, trotz einiger Rückschläge, in deren Folge die Fossil (Europe) GmbH unter anderem im Frühjahr dieses Jahres gut 40 Mitarbeiter am Standort Grabenstätt entlassen musste. Als offizieller Grund wurden die Optimierung von „Organisation, Prozessen und Verantwortlichkeiten“ genannt.

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Insgesamt lief es für das US-amerikanische Unternehmen in den letzten fünf Jahren nicht besonders rund. Nach dem Rekordjahr 2014 musste der Konzern starke Umsatzeinbußen verzeichnen, dieser sank von weltweit mehr als 3,5 Milliarden US-$ auf 2,5 Milliarden US-$ im Jahr 2018.

Immerhin, fast ein Fünftel davon erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr mit tragbaren Geräten. Und damit das so bleibt, hatte die Fossil Group für den Herbst dieses Jahres angekündigt, mehr als 100 neue Smartwatch-Modelle für zehn Marken auf den Markt zu bringen.

Neue Kollektion mit neuen Features

„Wir arbeiten eng mit unseren Partnern bei Google zusammen, um die gewünschten Smartwatch-Funktionen und -Vorteile bereitzustellen”, erläuterte Greg McKelvey, Group Executive Vice President and Chief Commercial Officer.

Potenzial für gute Verkäufe im Segment Wearables sind vorhanden, auch in Deutschland. Hier wird der entsprechende Umsatz in diesem Jahre etwa 375 Millionen € betragen. Laut Statista wird das Segment im Jahr 2023 ein Marktvolumen von 412 Millionen € erreichen.

Und die Fossil Group nutzt ihre Chancen, um mit optimierten Hybrid-Uhren ein Stück vom wachsenden Smart-Cake abzubekommen – in Deutschland und weltweit. Zum Beispiel mit der neuen Fossil-Kollektion „Hybrid HR“, die gestern auf den Markt gekommen ist.

Auf dem neuen, stromsparenden Display werden dem Nutzer den ganzen Tag über aktuelle Informationen angezeigt. Die „Hybrid HR“ bietet Vorschau auf Anrufe und Textnachrichten, Tracking der Herzfrequenz und Tracking verschiedener Trainingsarten, Wetteranzeige in Echtzeit und vieles mehr. Die Akkulaufzeit beträgt mehr als zwei Wochen, selbst wenn alle Funktionen aktiviert sind.

„Wir freuen uns sehr, diese Version einer Hybrid Smartwatch auf den Markt zu bringen, die Funktionen wie Tracking der Herzfrequenz und ein Always-on Lesedisplay für die Anzeige von Benachrichtigungen bietet – zwei großartige Features für unsere Kunden,”, sagt Steve Evans, EVP Fossil.

Bewegte Zeiten liegen hinter der Fossil Group

In den zurückliegenden Monaten hat sich bei der Fossil Group viel getan. So wurde im Oktober vergangenen Jahres die globale Zusammenarbeit mit der Citizen Watch Company bekanntgegeben, dessen Ziel es ist, die Reichweite und Akzeptanz von Hybrid-Smartwatches zu erhöhen. Anfang des Jahres informierte das Unternehmen über den Verkauf eines Teils der Smartwatch-Technologie an Google. Und zum 31. März 2019 übernahm Klaus Benz die Position des Managing Directors Germany/Austria und folgte damit auf Christian Coenen, der über 20 Jahre bei Fossil tätig war.

Klaus Benz sah sich bei seinem Antritt mit einem weltweiten Umsatzrückgang von 18 Prozent im ersten Quartal 2019 konfrontiert. Vor allem das Minus im Bereich Uhren war hoch. Die größten Rückgänge auf dem europäischen Markt gab es in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. In Asien konnten hingegen Umsatzsteigerungen in China, Indien, Hongkong und Südkorea erzielt werden.

Umsatzrückgänge im 3. Quartal

Auch das dritte Quartal 2019 brachte nicht den erhofften Durchbruch. Der weltweite Nettoumsatz verringerte sich gegenüber dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018 um elf Prozent auf 539,5 Millioenen US-$. In Europa betrug der Rückgang sogar 16 Prozent.

Dennoch, Kosta Kartsotis, Vorsitzender und CEO, erklärte: „Wir bleiben zuversichtlich in unsere Strategie und glauben, dass wir über das richtige Team, die richtige operative Plattform und die richtige Bilanzstärke verfügen, um nachhaltig profitables Wachstum zu erzielen und unseren Stakeholdern einen Mehrwert zu bieten.“

Tags : Fossilfossil groupsmartwatches
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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