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Erste Zusammenarbeit von Louis Erard und Alain Silberstein

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Entweder man mag es, oder man mag es nicht. Dazwischen gibt es nichts. Gemeint ist das Design, das der einstige Innenarchitekt Alain Silberstein seit 1990 den Uhren seiner gleichnamigen Marke angedeihen lässt.

Wer es mag, der wird sich über die erste Zusammenarbeit des Franzosen mit Louis Erard freuen, denn damit kehrt der Künstler in das mittlere Preissegment zurück.

Die Uhrenmarke schlägt mit den beiden limitierten Uhren von je 178 Exemplaren einen neuen strategischen Weg ein. Es ist eine Neuinterpretation des hausintern erarbeiteten Regulators in Zusammenarbeit mit dem Uhrendesigner Alain Silberstein. Eine gleich zweifache Premiere: In ihrem 90-jährigen Bestehen hat die Firma Louis Erard noch nie einem Künstler freie Hand gegeben und Alain Silberstein hat nie zuvor einen Regulator entworfen.

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Das ursprüngliche Prinzip des Regulators ist es, die Anzeigen von Stunden, Minuten und Sekunden zu trennen, um ein Mehr an chronometrischer Präzision zu erreichen. Louis Erard hat daraus eine Säule gemacht und den Regulator seit dem Neustart 2003 in das Herz der Kollektionen integriert. Der Regulator steht mehr denn je im Zentrum der Strategie, wie Alain Spinedi, Mitglied der Direktion, erklärt: „Unsere Positionierung war immer, beim Einstieg der mechanischen Exzellenz der Schweiz zu sein. Der Regulator ist der perfekte Ausdruck dieser Tradition.“

Für Alain Silberstein ist der Regulator auch ein technischer, ästhetischer und philosophischer Beweis: „Meine gesamte Arbeit ist durch das Lesen der Uhrzeit geleitet und meine Inspiration ziehe ich immer aus dem Uhrwerk.“

Das gesamte Design geht von dem zentralen Minutenzeiger aus, der die grundlegendste Form aufweist, die es für eine Anzeige gibt: einen Pfeil. Er zeigt sich groß und gelb in der schwarzen Version und in tiefem Blau in der weißen Version.

Der gesamte Rest weist ebenfalls dieses geometrischminimalistische Design auf: Rechteck, Dreieck, Kreis. Im Stundenzeiger zeigt sich der typische Stil von Alain Silberstein, denn er ist ein massives Dreieck in Rot, während die Sekunden von einem geschlängelten Zeiger angegeben werden. Die Farben folgen einer ähnlichen Logik und sind dementsprechend auf das Grundspektrum aus Blau, Rot und Gelb beschränkt, wie zur Zeit des Bauhaus.

Bei dem mechanischen Herz handelt es sich um das Handaufzugskaliber ETA Peseux 7001 mit Komplikation Louis Erard RE9 mit 42 Stunden Gangreserve.

 

Tags : Alain Silbersteinlouis erardRegulateur
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

1 Comment

  1. Beide Unternehmer sind aus der Zeit gefallen. Der Innenarchitekt mit seinem Keith H.-Style. Und der Herr Spinedi mit seinem Verrat am Kunden durch das “reinschmuggeln” von Quarzwerken in seine damals erfolgreiche mechanische Uhrenwelt. Der Clou, niemand sagt den Beiden, dass es so nie weitergeht. Selbst die Uhrenzeitschriften hoffen noch auf PR-Inserate-Kombi obwohl das Budget längst ausgetrocknet ist. Kurz, bei wem ist den LE auf dem Wunschzettel und wer wird LE vermissen, wenn die Lichter gelöscht sind ..?

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