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E-Commerce nimmt im Weihnachtsquartal 2020 bei Schmuck und Uhren leicht zu

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Vom 1. Oktober bis 29. November 2020 haben die deutschen Verbraucher für insgesamt 17.374 Millionen € Waren im E-Commerce bestellt. Dies sind 17,5 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2019 (14.782 Mio. €).

Damals war nur der „Black Friday“ im Erhebungszeitraum enthalten, in diesem Jahr sind auch noch Samstag und Sonntag, nicht aber der „Cyber Monday“ berücksichtigt. Das meldet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh).

Das durchschnittliche Wachstum in den vergangenen Jahren lag in den ersten neun Wochen des Weihnachtsquartals stets bei gut elf Prozent.

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„Wir sehen – aufgrund der seit April merklichen ‚Katalysator-Wirkung‘ der Corona-Krise wenig überraschend – auch eine deutliche Verschiebung der Weihnachtseinkäufe ins Internet. Angesichts eines Weihnachtsgeschäfts, das im gesamten Einzelhandel wieder mehr als 100 Milliarden Euro erreichen dürfte, könnte der E-Commerce dabei mehr als jeden fünften Euro einbringen. Obwohl die Deutschen weiterhin den größten Teil der Weihnachtseinkäufe in den Innenstädten erledigen, erfordert diese Veränderung des Kundenverhaltens völlig neue Einzelhandelskonzepte”, so Martin Groß-Albenhausen, Stv. Hauptgeschäftsführer des bevh.

„Die Entwicklung der Innenstädte sollte nicht pauschal auf Sortimente und Erlebnisse ausgerichtet werden, deren Bedarf planbar und in Breite und Tiefe sowie Servicequalität besser online abgedeckt werden kann. Stattdessen sollten die Werte der Innenstädte als besonders kundenzentrierte Orte der Inspiration, Unterhaltung und Beratung durch Handel, Kultur und Dienstleistungen verstanden und gesehen werden. Innenstädte sollten als Teil der digitalen Customer Journey entwickelt und vermarktet werden und damit wieder Emotionen und Interesse bei den Menschen wecken“, erläutert Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

Die Onlinemarktplätze wie Amazon & Co. haben gemäß der Vorabergebnisse des bevh im 4. Quartal 2020 einen Marktanteil von 46,6 Prozent am gesamten E-Commerce-Umsatz in Deutschland erreicht, das entspricht einem Wachstum von 22 Prozent auf 8.104 Millionen €.

Hersteller, die direkt an Kunden verkaufen, legten mit einer Umsatzsteigerung von 31,6 Prozent letzten Quartal dieses Jahres deutlich zu, allerdings macht dieser Bereich mit einem Umsatz von 336 Millionen € (2019: 256 Mio. €) nur einen sehr kleinen Teil des gesamten E-Commerce-Volumens aus.

Insbesondere Bekleidung wurde online in Q4 mit einem Plus von 20,5 Prozent (3.542 Mio. €) deutlich mehr bestellt.

Bei Schmuck und Uhren betrug der Zuwachs bislang 6,5 Prozent (328 Mio. €)

Kumuliert hat der E-Commerce mit Waren seit Jahresbeginn damit ein Wachstum von 12,2 Prozent auf 73.408 Millionen€ erreicht (Januar-Ende November 2019: 65.453 Mio. €). Trotz der Delle im ersten Quartal wird der E-Commerce-Umsatz allein mit Waren nach Einschätzung des bevh in 2020 die 80 Milliarden-€-Marke überschreiten.


Über die Studie: Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) führt zum siebten Mal in Folge die Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ durch. Seit 2018 mit neuem Partner BEYONDATA GmbH. In der Studie werden von Januar bis Dezember 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z. B. im Bereich Reisen oder Ticketing) befragt.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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