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Die unabhängige Schweizer Manufaktur Zeitwinkel stellt nach Jahren erstmals wieder eine neue Uhr vor

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Die Schweizer Marke Zeitwinkel ist eine unabhängige Uhrenmarke, die 2006 gegründet wurde und immer noch von den Gründern geführt wird.

Der Name bezieht sich auf ein Maß für die exakte Ortszeit. Alle Uhren werden von Hand montiert und durch eines der Zeitwinkel-Manufakturwerke mit Automatikaufzug und 72 Stunden Gangautonomie angetrieben.

„Wie Sie vielleicht wissen waren wir in den 15 Jahren seit unserer Gründung immer sehr konservativ bei der Einführung neuer Uhren, und dieses Modell ist nunmehr das erste seit einigen Jahren“, leitet Albert Edelmann von Zeitwinkel die Information über die Neuheit ein.

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Was bedeutet der Name Zeitwinkel?

Der Zeitwinkel dient der Berechnung der „Wahren Ortszeit“, also der Zeit, die gemäß der Sonnenuhr an einem bestimmten Ort gemessen wird. Naturgemäß weicht der 12-Uhr-Punkt, also der präzise Zeitpunkt, an dem eine Sonnenuhr Mittag anzeigt, von Ort zu Ort innerhalb einer Zeitzone ab.

Da die Sonne sich zudem nicht mit gleichmäßiger Geschwindigkeit auf der Ekliptik bewegt, sondern im Sommer schneller und im Winter langsamer, hat man den „mittleren Sonnentag“ eingeführt, der auch als Grundlage für die Navigation dient.

„Wir fanden es spannend, die Herausforderung der „Wahren Ortszeit“ anzunehmen und unsere Marke in Anlehnung an den Zeitwinkel zu benennen.


Das neue Modell heißt „273° Saphir Bleu“ und ist mit einem blauen, transparenten Saphir-Zifferblatt und einem patentierten Großdatum bei 11 Uhr ausgestattet. Es wird vom hauseigenen Automatikwerk ZW0103 mit einer Gangautonomie von 72 Stunden angetrieben.

Wie alle Zeitwinkel-Uhrwerke verfügt auch dieses Kaliber über Brücken und Platinen aus Neusilber, die aufwändig auch an Stellen dekoriert sind, die man nur bei kompletter Demontage des Werks sehen kann.

Das Zifferblatt erinnert an das Modell „273° Saphir Fumé“, ist aber deutlich aufwändiger in der Herstellung. Mitgründer Peter Nikolaus erläutert: „Der Fertigungsprozess für die außergewöhnliche blaue Farbe und das LIGA-Verfahren, mit dem wir die Indizes und andere Elemente auf dem Zifferblatt herstellen, sind sehr zeitaufwändig. Wir können nur wenige dieser schönen Zifferblätter jedes Jahr herstellen, wodurch auch die Zahl der jährlich gefertigten Uhren stark begrenzt sein wird.“

Jede „273° Saphir Bleu“ wird von Hand im Atelier von Zeitwinkel im Schweizer Jura zusammengebaut. Die Uhrmacher fertigen dabei das Werk von Grund auf aus den Basiskomponenten, bevor sie die Uhr bauen, testen und regulieren.

Da Zeitwinkel das Neusilber der Brücken und Platinen nicht nachträglich behandelt, ist besondere Sorgfalt bei der Dekoration, beim Zusammenbau und bei der Handhabung der Uhrwerke notwendig. Jeder Fehler und jede Beschädigung wären dauerhaft sichtbar, zumal das Uhrwerk auch durch das transparente Zifferblatt betrachtet werden kann.

Ein weiterer Mitgründer von Zeitwinkel, Professor Ivica „Maks“ Maksimovic ist davon überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt:

„Die warme Farbe des Uhrwerks in Kombination mit diesem außergewöhnlichen blauen und transparenten Zifferblatt ist wirklich fantastisch. Aus manchen Blickwinkeln erscheint das Zifferblatt in einem massiven und eleganten Blau. Nur eine kleine Bewegung des Handgelenks offenbart dann aber ein strahlendes Blau, in dem die Details des Uhrwerks aufleuchten.“

Das Modell „273° Saphir Bleu“ kann ab sofort geordert werden. Die Uhren werden in der Reihenfolge des Auftragseingangs gefertigt, wobei Zeitwinkel für die ersten Exemplare bereits den Auftrag von einem Japanischen Partner erhalten hat.

Der UVP beträgt 15.500 €.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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