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Die Übernahme von Tiffany durch LVMH steht auf der Kippe

Tiffany

Angesichts der Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf das Konsumverhalten in den USA könnte die Übernahme von Tiffany & Co durch LVMH platzen.

Laut einem Bericht des Fashion-Business-Portals WWD könnte der Milliarden-Dollar-Deal jetzt vom Tisch sein. Darin heißt es, der Konzern habe vorgestern in Paris über die geplante Akquisition gesprochen, nachdem Führungskräfte sich angesichts der durch Covid-19 geschwächten US-Wirtschaft und der sozialen Unruhen in den größten amerikanischen Städten beunruhigt zeigten.

Die LVMH-Vorstandsmitglieder seien zudem besorgt, ob Tiffany & Co ihren Schuldverpflichtungen zum Ende der Transaktion, die Mitte des Jahres abgeschlossen werden sollte, nachkommen könne.

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Aus Quellen habe WWD erfahren, dass auf der Sitzung am Dienstag zwar keine endgültige Entscheidung getroffen wurde, aber die Vorstandsmitglieder hätten klargestellt, dass die Übernahme überdacht werden sollte.

Die Nachricht ließ die Aktien der amerikanischen Luxusschmuckmarke über Nacht einbrechen.

Die Tiffany-Aktien, die für kurze Zeit ausgesetzt wurden, fielen um bis zu 13% – der höchste Einbruch an einem Börsentag seit 2015 –, bevor sie am Dienstag bei 8,9% schlossen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie haben auch andere beachtliche Wertpapiergeschäfte erheblich beeinträchtigt, wie zum Beispiel das Abkommen zwischen L Brands Inc. und dem Private-Equity-Unternehmen Sycamore Partners über Mehrheitsanteile von Victoria’s Secret.

Sollte die Übernahme von Tiffany & Co durch LVMH nicht zustande kommen, wäre damit einer der bedeutendsten Akquisen in der Branche aufgrund von Covid-19 gescheitert.

Die Übernahme wurde bereits im November angekündigt. Das französische Luxuskonglomerat hätte 135 USD (103 GBP) pro Aktie gezahlt, um die legendäre Schmuckmarke zu erwerben.

Die Übernahme war im Februar formal von den Aktionären des Juwelierhause mit großer Mehrheit genehmigt worden.

LVHM äußerte sich in einer heutigen Pressemitteilung nur knapp zur Tiffany-Übernahme: „

Der Verwaltungsrat von LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton trat am Dienstag, dem 2. Juni 2020, zusammen und konzentrierte sich insbesondere auf die Entwicklung der Pandemie und ihre möglichen Auswirkungen auf die Ergebnisse und Perspektiven von Tiffany & Co in Bezug auf die Vereinbarung zur Übernahme durch LVMH. In Anbetracht der jüngsten Marktgerüchte bestätigt LVMH bei dieser Gelegenheit, dass der Kauf von Tiffany-Aktien auf dem Markt nicht in Betracht gezogen wird.“

 

Tags : CoronaCoronaviruslvmhPandemietiffany & co
Sabine Zwettler

The author Sabine Zwettler

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