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Die Restrukturierung der Breitling-Kollektion ist abgeschlossen

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Mit dem neuen „Chronomat“ ist die Restrukturierung der Breitling-Kollektion, die sich CEO und Mitbesitzer Georges zu seinem Amtsantritt 2017 auf die Fahnen geschrieben hatte, abgeschlossen.

Ziel war es, die Wahrnehmung als reine Fliegeruhrenmarke zu verändern,hin zu einem Label, dass für Lifestyle und Sportlichkeit in Kombination mit Swiss-made-Qualität steht.

„Wichtig ist, dass die Marke immer ihrer DNA folgt. Rückblickend hat Breitling nicht nur groß dimensionierte Produkte gemacht, sondern auch klassische Dreizeiger-Uhren und relativ schlichte Chronographen. Sie sind feste Bestandteile der Markenwurzeln. Deshalb können und werden wir so etwas einführen. Das schließt aber nicht aus, dass wir Bestehendes beibehalten. Auf jeden Fall werde ich die Zahl der Referenzen reduzieren“, sagte er damals im focus-Interview.

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Zunächst einmal verschwanden die ausgebreiteten Schwingen als Symbol der Pilotenuhrenmarke von allen Zifferblättern, die jetzt stattdessen das geschwungene Breitling-B ziert. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Neuerfindung. Das historisches Logo war schon auf den Blättern der Retro-Linie „Superocean Heritage“ zu sehen.

In Form eines digitalen Webcast Summit stellt Georges Kern Mitte April die Neuheiten 2020 vor, die nun vollständig das neue Gesicht der Marke repräsentieren. Das heißt aber nicht, dass man mit jeglicher Tradition bricht.

Das beweisen unter anderem eindrucksvoll die neuen „Chronomat“-Modelle, die übrigens auch in einer kleineren Damenversion geplant sind.

„Die Chronomat von 1984 nimmt einen sehr wichtigen Platz in unserer modernen Geschichte ein. Sie war die Uhr, die mutig verkündete, dass Breitling seinen Wurzeln absolut treu bleibt. Als ein Großteil der Industrie alle Bemühungen und Energien auf Quarzuhren konzentrierte, erinnerte die ‚Chronomat‘ die Welt daran, dass Breitling im Grunde genommen den modernen mechanischen Chronographen erfunden hatte. Die Botschaft fand Anklang und die Marke boomte. Die ‚Chronomat‘-Kollektion ist eine angemessene Hommage an die erstaunliche Uhr, die uns mehr als jede andere wieder mit unserem Erbe verbindet“, stellt Georges Kern klar.

“Chronomat” aus dem Jahr 1984.

Breitling hatte den Namen „Chronomat“ für einige seiner Uhren aus den 1940er-Jahren verwendet, und in jenen frühen Tagen war das Wort eine Zusammensetzung aus „Chronograph für die Mathematik“. Die Chronomat von 1984 drückte etwas anderes aus: „Chronograph“ und „Automatik“ – ein Name, der die Aufmerksamkeit auf das mechanische Uhrwerk mit Automatikaufzug lenkte, das die Uhr antreibt.

Die neue „Chronomat B01 42“ präsentiert sich heute als universell einsetzbare Sportuhr. Jeder Chronograph der neuen Kollektion wird vom Breitling-Manufakturkaliber 01 angetrieben, einem hauseigenen mechanischen Uhrwerk, das eine Gangreserve von zirka 70 Stunden bietet. Wie alle Breitling-Uhren sind auch die „Chronomat“-Modelle COSC-zertifizierte Chronometer. Alle Uhren sind außerdem bis 20 Bar wasserdicht.

Zur Auswahl stehen verschiedene Metall- und Zifferblattoptionen sowie eine limitierte Version.

Allen gemeinsam ist das markante integrierte Rouleaux-Armband aus Edelstahl mit Doppelfaltschliesse, das definitv nicht nur eine funktionale Nebenrolle einnimmt, sondern auf Augenhöhe mit dem Design von Zifferblatt und Gehäuse unübersehbar seinen Platz am Handgelenk einnimmt.

Breitling bekennt sich zum Fachhandel

Das Händlernetz in Deutschland wurde zwar auf 150 reduziert, noch ist man aber flächendeckend gut vertreten und sieht den stationären Handel auch in Zukunft als wichtigen Breitling-Partner an. Und für den tut man auch etwas, auch während des Lockdowns infolge der Corona-Pandemie, wie Deutschland-Geschäftsführer Markus Wojnar bei der gestrigen Neuheiten-Präsentation in Hamburg berichtete.

So hat Breitling ihren Handelspartner während des Lockdowns unkompliziert die technische Möglichkeit geboten, durch E-Commerce den verlorenen Umsatz wenigstens ein wenig zu kompensieren. Entweder über die eigene Homepage des Juweliers oder über den Breitling-Shop, mit Umsatzbeteiligung für den Händler.

Darüber hinaus bietet die Marke ihren Händlern ein 1:1-Umtauschrecht für Out-of-Collection-Modelle an. Die zurückgegebene Modell gehen dann als B-Ware in das Outlet-Center nach Metzingen. Dort betreibt Breitling eine eigene Boutique. So soll unter anderem vermieden werden, dass ältere Modell auf externen Internetplattformen mit viel Rabatt angeboten werden.

Tags : breitlingChronomatgeorges kern
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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