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Die Preise von Patek Philippe, Rolex und Audemars Piguet fallen im dritten Quartal schneller als die aller anderen Uhrenmarken

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Die Preise für Patek Philippe-, Rolex- und Audemars Piguet-Uhren auf dem Sekundärmarkt fielen seit ihrem Höchststand im April dieses Jahres im dritten Quartal weiter.

Der jüngste Quartalsbericht von Morgan Stanley, mit Daten von WatchCharts, zeigt, dass die Preise für alle Modelle von Patek Philippe und Rolex um acht Prozent gefallen sind, für Audemars-Piguet-Uhren betrug der Rückgang sieben Prozent.

Die Gesamtperformance wird dabei durch eine Handvoll Referenzen erheblich verzerrt, welche meist im vergangenen Jahr von den Marken eingestellt wurden und bis Anfang April stark im Preis stiegen. Dazu gehören Auslaufmodelle aus der „Oyster Perpetual“-Familie, die „Nautilus 5711/1A-010“ mit blauem Zifferblatt und Audemars Piguets klassische „Royal Oak 15202ST“ mit blauem Zifferblatt.

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Der Bericht von Morgan Stanley hebt jedoch den Anstieg und Rückgang der Preise für Referenzen hervor, die immer noch Teil der Kollektionen der führenden Marken sind. Zum Beispiel erlebte der „Cosmograph Daytona 116500LN“ aus Stahl von Rolex seinen preislichen Höhepunkt bei 47.400 US-$, bevor er um 31 Prozent auf 32.600 US-$ fiel. Das ist allerdings immer noch mehr als das Doppelte des Verkaufspreises bei autorisierten Händlern.

Die „Royal Oak 15500ST.OO.1220ST.03“ mit schwarzem Zifferblatt von AP, die sich noch in der Kollektion befindet, erreichte ihren Höchststand mit 69.100 US-$ – das ist fast das Dreifache ihres Verkaufspreises von 26.600 US-$ –, bevor sie Ende September auf 50.500 US-$ zurückfiel.

Interessanterweise sind die Preise für einige der Marken mit geringerem Volumen leicht gestiegen.

Zwischen dem zweiten und dritten Quartal verzeichnete Girard-Perregaux, ein Unternehmen, das kürzlich von seinem Managementteam von der Luxusgruppe Kering gekauft wurde, einen Preisanstieg von fünf Prozent auf dem Sekundärmarkt, was Morgan Stanley fast ausschließlich auf die Popularität seiner „Laureato“-Reihe zurückführt. Auf dem Zweitmarkt stiegen auch die Preise für Uhren A. Lange & Sohne (+3 %) und Bulgari (+1 %).

Sportliche Luxusuhren mit integrierten Armbändern sind seit einigen Jahren der Haupttreiber der Nachfrage, aber die Preise für die „Nautilus“, die „Royal Oak“ und die „Overseas“ von Vacheron Constantin erreichten Anfang dieses Jahres ihren Höchststand. Alle drei Familien verkaufen aber immer noch weit über ihren Einzelhandelspreisen und weit über dem Niveau von vor einem Jahr, als der Preisanstieg auf dem Sekundärmarkt an Fahrt gewann.

„Laureato“ von GP und „Odysseus“ von A. Lange & Söhne waren die besten Performer über das gesamte Jahr bis Ende September, mit Preissteigerungen von 33 beziehungsweise 30 Prozent.

Die Studie von Morgan Stanley weist Investoren darauf hin, dass erwartet wird, dass sich der Preisrückgang auf dem Sekundärmarkt in Q2 und Q3 bis in Q4 fortsetzen wird, fügt jedoch hinzu:

„Aus drei Hauptgründen gibt es vorerst keinen Grund zur Beunruhigung. Erstens sind fast alle Anlageklassen in diesem Jahr bisher rückläufig, aber der Markt für gebrauchte Uhren ist im Vergleich zu anderen tatsächlich weniger rückläufig. Zweitens sind die Secondhand-Preise im Vergleich zu den Preisen für neue Uhren im historischen Vergleich derzeit auf einem gesunden Niveau. Schließlich verlief der Preisrückgang (bisher) sehr geordnet angesichts des dramatischen Anstiegs des Angebots – eine Folge der Tatsache, dass die Nachfrage stark geblieben ist.“

Die Angebotsthematik wird in der Studie analysiert. Für die drei meistgehandelten Marken AP, Rolex und Patek Philippe zeigt sich, dass sich das Volumen der Uhren dieser Marken, die auf den Sekundärmarkt gelangen, seit Anfang des Jahres fast verdoppelt hat.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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