close

Die „Hijri Perpetual Calendar“ vereint den Islamischen Kalendar mit dem Ewigen Kalender in einer Uhr

Hijri1

Nach der Nominierung für den Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2020 in der Kategorie Kalender und Astronomie enthüllt Parmigiani Fleurier nun die Details des Modells „Hijri Perpetual Calendar“, das den Islamischen Kalendar (Hijri), der auf den Zyklen des Mondes basiert, mit dem Ewigen Kalender vereint.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Uhrmacherei sind diese beiden Komplikation in einer Armbanduhr integriert.

Unterstützt wurden sie dabei von Stefano Macaluso, der den Aufbau des neuen Kalibers PF009 und insbesondere die Form der Brücken überarbeitete: „Die Inspiration für das Modell ‚Parmigiani Fleurier Hijri Perpetual Calendar‘ stammt aus der arabischen Welt und ihrer Architektur. Deren ästhetische Codes, die einander in ihrer Schönheit übertreffen, wurden übernommen und mit einem eindrucksvollen und schnell erfassbaren visuellen Vokabular ergänzt.“

Story continues below
Advertisement

Die Brücken des Uhrwerks zitieren die Gestalt des Halbmonds mit seiner mal volleren, mal schmäleren Silhouette und greifen das Motiv Rub al-hizb auf. Dieses besteht aus zwei versetzt ineinander gefügten Quadraten und ist ein Symbol des Islam.

 

Quadrate markieren in der arabischen Kalligrafie das Ende eines Kapitels und finden sich auch im heiligen Buch des Islam, im Koran. Jedes Detail – inspiriert von den charakteristischen Bögen einer Moschee, der Form des Mondes oder von den Sternen – wurde sorgfältig gestaltet und hergestellt. So würdigt die moderne Uhrmacherkunst dem kulturellen Reichtum der arabischen Welt.

Michel Parmigiani: „Der Kalender ist in der Uhrmacherkunst eine überaus faszinierende Komplikation, da er als Spiegel der Zivilisation gelten kann.“

Im Islam basiert der Kalender auf den Zyklen des Mondes. Im Hijri, dem islamischen Mondkalender, besteht das Jahr aus zwölf Monaten, die abhängig von der Mondphase 29 oder 30 Tage dauern. Diese Zeitrechnung dient der Festlegung der islamischen Feiertage. Im Vergleich zum Sonnenkalender, der in der westlichen Welt gilt, verschieben sich die Monate des Mondkalenders jedes Jahr um minus zehn bis minus zwölf Tage. Somit fällt jeder Monat nach und nach auf eine andere Jahreszeit und weicht somit vom Gregorianischen Kalender ab.

Zwei große Komplikationen in einer einzigen Uhr: Hijri Perpetual Calendar verbindet den Ewigen Kalender mit dem islamischen Kalender. Dies ist umso beeindruckender, da der islamische Kalender ein reiner Mondkalender ist. Orientiert einzig an der Position des Mondes wird etwa der Beginn des Ramadans berechnet sowie der Tag des Opferfests, Eid ul-Adha, das höchste islamische Fest. Der islamische Monat beginnt, wenn der Halbmond – Hilal – zum ersten Mal nach Sonnenuntergang am letzten Tag des Vormonats sichtbar wird. Ein neuer Tag ist also eher eine neue Nacht.

Die „Hijri Perpetual Calendar“ hat ein 44,5 Millimeter großes Gehäuse aus Platin. Auch das schieferfarbene Zifferblatt sowie der Rotor des Uhrwerks sind aus Platin gefertigt.

Auf dem Zifferblatt werden Stunden und Minuten sowie das Datum in arabischen Ziffern dargestellt. Die Monatsnamen sowie die Länge der Monate sind in arabischer Kalligrafie angegeben; angezeigt werden auch die überzähligen und regulären Jahre.

Außerdem bietet das Modell eine Mondphasenanzeige mit Aventurin-Himmel.

Das Uhrwerk verfügt über eine Gangreserve von 48 Stunden und ist.

„Dieser einzigartige Ewige Kalender ist von der reichen Kultur der Vergangenheit inspiriert. Er ist Beleg für unsere Fähigkeit, durch Tradition innovativ zu sein. Es ist eine außerordentliche Ehre, mit unserem uhrmacherischen Wissen und Können das Jahrhunderte alte Erbe der arabischen Welt zu würdigen und mit Stefano Macaluso zusammenzuarbeiten. Ich glaube, es ist uns gelungen, diese Herausforderung würdig zu bewältigen.“ Davide Traxler, CEO von Parmigiani.

Tags : Ewiger KalenderHijriMacalusoparmigianiTraxler
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

Leave a Response