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Die Erholung der Schweizer Uhren-Exporte flacht im August ab

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Im August hat die Schweizer Uhrenindustrie umgerechnet Uhren im Wert von 1,3 Milliarden CHF exportiert, das sind 11,9 Prozent weniger als im August 2019. Im Juni waren es noch 35 Prozent weniger und im Juli 17 Prozent weniger als im jeweiligen Vorjahresmonat. Die Schweizer Uhrenindustrie erhole sich dennoch langsam vom Corona-Schock, so der Verband der Schweizer Uhrenindustrie FH.

Blickt man auf die ersten acht Monate des Jahres 2020, dann ergibt sich ein wertmäßiger Rückgang der Exporte gegenüber 2019 in Höhe von 30,5 Prozent beziehungsweise 4,3 Milliarden CHF.

Der Verlust in Stückzahlen betrug im August 31,4 Prozent gegenüber 2019. Es wurden 1,1 Millionen Uhren exportiert. Der mengenmäßige Rückgang betraf Uhren mit Preisen unter 200 CHF (Ausfuhrpreis) besonders stark.

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In China konnte die Schweizer Uhrenindustrie den dritten Monat in Folge ein Plus bei den Exporten verzeichnen. Dieses fiel mit +44,9 Prozent (Wert) allerdings niedriger aus als im Juli. Die Zunahme führt der FH auf die steigenden Inlandseinkäufe in China zurück, als Konsequenz auf die anhaltenden Reisebschränkungen und Unruhen in Hongkong.

Die Folge ist, dass die Käufe in Europa und anderen asiatischen Märkten weiter zurückgegangen sind, wobei die Uhrenexporte in Europa um 20,5 Prozent und in Japan um 24,5 Prozent zurückgingen.

Der Nahe Osten stach auch im August heraus. Die Schweizer Uhrenexporte stiegen in den Vereinigten Arabischen Emiraten um 8,3 Prozent und in Saudi-Arabien um 26,5 Prozent, was auf eine etwas überdurchschnittlich schnelle Erholung in der Region hindeutet, so der FH.

Die Vereinigten Staaten verzeichneten nach einem stabilen Juli (-0,6 %) einen leichten Rückgang um vier Prozent im August.

Die kumulierten Exporte in den ersten acht Monaten des Jahres in die USA blieben sind mit minus 24,2 Prozent nur knapp besser als der durchschnittliche Export-Rückgang, während China mit einem Plus von 1,6 Prozent ein Wachstum im Vergleich zu 2019 aufweist.

Tags : CoronaExporteSchweizer Uhrenindustrie
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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