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Die EPHJ wird will eine entscheidende Wegmarke für die Branche setzten

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Die internationale Messe für industrielle und handwerkliche Hochpräzision, die vom 14. bis 17. September in Genf stattfindet und deren Wurzeln in der Uhrenindustrie liegen, freut sich, den Neustart der Branche mit einzuläuten.

Im Interview betont Alexandre Catton, Direktor der Messe, die Notwendigkeit in dieser heiklen Zeit solidarisch zu sein.

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WatchPro: Die EPHJ Fachmesse kündigt nach einem Jahr Pause ihre Rückkehr für September 2021 an. Sind Sie zuversichtlich?

Alexandre Catton: Alle Indikatoren deuten in die richtige Richtung. Die Richtlinien des Bundes werden angesichts des Rückgangs der Pandemie flexibler und öffnen die Tür für die Organisation einer Veranstaltung in der Größenordnung der EPHJ, insofern sie durch die entsprechenden Hygienemassnahmen begleitet wird.

WatchPro: Bedeutet dies, dass Sie einen Impfpass verlangen werden?

Alexandre Catton: Nein, es sei denn, wir werden von den Behörden dazu gezwungen. Aber diese Frage liegt derzeit überhaupt nicht auf dem Tisch. Wir werden die im September geltenden Gesundheitsvorschriften einhalten. Und vergessen Sie nicht, dass unsere Hallen über große, gut belüftete Räume mit sehr breiten Gängen verfügen.

WatchPro: Versteht sich die EPHJ also als ein Wegbereiter für die Konjunkturerholung, auf die alle warten?

Alexandre Catton: Seit mehr als zwei Jahren konnten sich die Akteure der Hochpräzision aus Industrie und Handwerk nicht mehr auf einer Veranstaltung treffen, an der ihr ganzes Know-how und ihre Innovationen zusammenkommen. Sei es in der Uhren- und Schmuckbranche, in der Medizintechnik oder den Mikrotechnologien.

All diese Industrien füttern sich gegenseitig in ihrer Kreativität: Der Frust ist groß. Onlinekonferenzen sind gut, aber Lieferanten müssen ihre Kunden und Interessenten treffen.

Und umgekehrt haben die Besucher, die die Marken und Endprodukte repräsentieren, ein Bedürfnis, diese Produkte zu sehen, sie anzufassen, mit den Zulieferern von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren und die menschlichen Beziehungen zu erneuern, die in unserem Geschäft unerlässlich sind, um eine Beziehung aufzubauen und zu pflegen, die auf Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung beruht.

WatchPro: Wird die Ausgabe 2021 der EPHJ eine normale Messe sein?

Alexandre Catton: In diesem Jahr kann nichts normal sein. Anfang Mai hatten jedoch bereits mehr als 500 Aussteller ihre Teilnahme im September bestätigt. Trotz der Absage der Messe 2020 und der Verschiebung der Ausgabe 2021 auf September haben wir die Aussteller voll und ganz respektiert, und dafür zeigen sie sich uns gegenüber erkenntlich.

Wir haben dafür gesorgt, dass diejenigen, die stornieren wollten, dies ohne Kosten tun konnten. Alle müssen sich solidarisch zeigen und in dieser noch nie dagewesenen Zeit zusammenhalten. Das Bewusstsein hierfür möchten wir bei den Unternehmen und Uhrenmarken, die die Messe besuchen, steigern.

In der Zeit des Aufschwungs nach der Coronakrise müssen wir alle Präsenz zeigen und die Widerstandsfähigkeit und Stärke unserer Hochpräzisionsbranche unter Beweis stellen.

WatchPro: Was sind die Hauptthemen, die während der kommenden Messe diskutiert werden?

Alexandre Catton: Am wichtigsten ist die Bandbreite der Innovationen, die man in Genf finden wird. Stellen Sie sich vor, was seit mehr als zwei Jahren in diesen Unternehmen geschehen ist. Auch wenn sie bereits einige Neuheiten bekanntgegeben haben, sind sie doch begierig darauf, diese dank der Plattform, die ihnen die EPHJ bietet, der Welt der Uhrenindustrie zu zeigen.

Wir werden auch die Anforderungen diskutieren, die die Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit von Prozessen und Materialien betreffen und für unsere Aussteller eine zunehmend stärkere Bedeutung erlangen. Wir werden uns auch mit den Lehren befassen, die aus dieser Gesundheitskrise zu ziehen sind, insbesondere im Hinblick auf die technologische Souveränität der Nationen.

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