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Die „Eichi II“ läutet die Feierlichkeiten zum 140. Jahrestag der Seiko Watch Corporation ein

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Als Beginn der Feierlichkeiten zum 140. Jubiläums des von Kintaro Hattori gegründeten und heute als Seiko Watch Corporation bekannten Unternehmens wurde eine Neuauflage der „Credor Eichi II“ mit einem Gehäuse aus 950er Platin zum ersten Mal mit einem blauem Zifferblatt kreiert.

Die mit einem handbemalten Porzellanzifferblatt versehene Uhr ist das Werk des Uhrmacher-Teams im Micro Artist Studio in Shiojiri. Sie wird von Hand gefertigt, montiert und endbearbeitet. So wird zum Beispiel jede der 12 Indizes und die Buchstaben des Namens Credor werden von einem der Mitarbeiter des Studios von Hand auf das Porzellanzifferblatt gemalt.

In Japan als Ruri und anderswo als Lapislazuli bekannt, passt der tiefblaue Farbton perfekt zum schlichten, klaren Design des Zifferblatts der „Eichi II“ und bildet einen spannenden Kontrast zu den weißen Indizes und Zeigern.

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Es dauerte über zwei Jahre, um diesen besonderen Farbton des Ruri-Blaus zu entwickeln. Um ihn zu erreichen, muss jedes Zifferblatt mehrfach gebrannt werden, ein Vorgang, der im Micro Artist Studio unter der strengen Aufsicht der eigenen Kunsthandwerker stattfindet.

Dank des Spring-Drive-Kalibers bewegt sich der weiße Sekundenzeiger in sanfter Gleitbewegung über das Ruri-Zifferblatt und interpretiert so den kontinuierlichen Fluss der Zeit.

Die Porzellanglasur wird sorgfältig aufgetragen, sodass durch die Oberflächenspannung eine leicht gewölbte Form entsteht. Es liegt in der Natur des Porzellans, dass die Glasur am Rand und in der Mitte des Zifferblatts etwas dünner ist, sodass beim Spiel des Lichts auf jedem Zifferblatt individuelle Schattierungen entstehen.

Das Spring-Drive-Kaliber 7R14 mit Handaufzug und 60 Stunden Gangreserve wurde von Hand aufwändig veredelt und ist durch den Saphirglas-Boden zu begutachten.

Das Federhaus hat die Form einer Glockenblume, die das Symbol der Stadt Shiojiri ist, und ein schlanker, gebläuter Zeiger zeigt präzise die Gangreserve an.

Das Uhrwerk verfügt außerdem über das sogenannte Torque-Return-System: Wenn die Hauptfeder komplett aufgezogen wurde und das Drehmoment seinen Höchstwert erreicht hat, benötigen normale Uhrwerke zur Aufrechterhaltung der Ganggenauigkeit nicht die komplett verfügbare Energie, sondern lassen etwa 30 Prozent davon ungenutzt. Das Torque-Return-System verwendet diese Energie zum erneuten Aufziehen der Hauptfeder und damit letztlich zur Steigerung der Gangreserve.

Die „Eichi II“ ist ab Januar 2021 erhältlich und leitet das Jahr des 140-jährigen Jubiläums der heutigen Seiko Watch Corporation ein.


1974 führte Seiko in Japan deshalb die Marke Credor ein, die sich ganz dem Thema Luxusuhren verschrieben hat. Seit 2016 sind einige der auch in Deutschland erhältlich. Der Name leitet sich vom französischen Créte d’Or (das vornehmste Gold) ab.

Tags : credorMicro Artist StudioSeikospring drive
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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