Home Nachrichten Deutschland

Die deutsche Schmuck- und Uhrenindustrie blickt auf ein erfolgreiches 1. Halbjahr 2022 zurück

0

Der Bundesverband Schmuck-, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e.V. (BVSU) hat seine Statistik für die ersten beiden Quartale des Jahres 2022 veröffentlicht. Import und Export laufen auf hohem Niveau, für das zweite Halbjahr ist eine Konsolidierung wahrscheinlich.

Die Zahlen im 1. Quartal 2022 haben schon eine weitere positive Entwicklung nach dem vorläufigen Höhepunkt der Corona-Pandemie gezeigt, das zweite Quartal lief noch besser. Insgesamt kann die deutsche Schmuck- und Uhrenindustrie mit der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr sehr zufrieden sein, teilt der BVSU mit.

Insbesondere in der Schmuckindustrie zeigt der Export von Produkten einen starken Aufwärtstrend, die Zahlen steigen bisher kontinuierlich. Wurden im 1. Quartal 2022 Produkte im Wert von 652,8 Millionen € exportiert, so waren es im 2. Quartal bereits 746,5 Millionen €. Insgesamt wurden im 1. Halbjahr 2022 Schmuckwaren im Wert von 1,399 Milliarden € exportiert, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2021 (1,036 Milliarden Euro) eine Steigerung um 35 Prozent.

Advertisement

Auch bei den Uhren und Uhrenteilen ist dieser Aufwärtstrend erkennbar. Im 1. Quartal 2022 wurden Produkte im Wert von 381 Millionen € exportiert, im 2. Quartal lag der Wert bei 409,8 Millionen €. Somit wurden im 1. Halbjahr 2022 Waren im Gesamtwert von 790,8 Millionen € exportiert, im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021 (665,2 Millionen Euro) eine Steigerung um 19 Prozent.

Beim Import von Fertigwaren und Zulieferprodukten zeigt sich Ähnliches. Der Import von Schmuck lag im 1. Halbjahr 2022 bei 1,023 Milliarden €. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021 (832,9 Millionen €) bedeutet dies eine Steigerung von 23 Prozent. Bei den Uhren und Uhrenteilen kommt der Halbjahresvergleich zu einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, den im 1. Halbjahr 2021 waren es 963,3 €, im 1. Halbjahr 2022 1,129 Milliarden €.

Insgesamt kann die Branche also mit dem 1. Halbjahr 2022 sehr zufrieden sein. Die Werte liegen allesamt auf einem höheren Niveau als im Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie.

Gleichzeitig muss man bei der Bewertung der Zahlen jedoch auch die Effekte analysieren, die zu diesen Zahlen geführt haben. Eine beachtenswerte Rolle spielt in diesem Zusammenhang sicherlich die weltweit angespannte politische Situation und die damit einhergehende Inflation, die den Endverbraucher animiert, in sichere Werte zu investieren.

Da insbesondere bei der Inflation kein Ende in Sicht ist und im 2. Halbjahr 2022 die Auswirkungen der Energiekrise den Endverbraucher vor neue Herausforderungen stellen wird, geht der BVSU von einer Konsolidierung im 2. Halbjahr 2022 und auch im Jahr 2023 aus.

Auch für die Betriebe sind starke Kostensteigerungen beim Einkauf von Rohmaterialien, Zulieferteilen und Energie zu erwarten. Möglicherweise einhergehende Preissteigerungen bei den eigenen Produkten werden bei sinkender Kaufkraft des Endverbrauchers je nach Zielgruppe einen Effekt mit sich bringen. Es gilt für alle Marktteilnehmer wachsam zu bleiben.

Previous articleDrittes Entlastungspaket: HDE begrüßt Entlastung für Verbraucher, warnt aber vor Vernachlässigung der Unternehmen
Next articleGeneva Watch Days 2022: „Le Régulateur Louis Erard x Label Noir“
Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here