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Die „Code 11.59“ auf den Spuren der „Royal Oak“

Code

Zwar wurde die Linie schon Anfang des Jahres auf dem SIHH (ab 2020 Watches & Wonders Geneva) vorgestellt, aber ein Blick auf die Besonderheiten und die Enstehung einer jeden „Code 11.59“ lohnt jederzeit. Denn möglicherweise wandelt sie auf der Spuren ihrer „großen Schwester“.

Zirka 80 Prozent ihres Umsatzes macht die Schweizer Uhrenmarke mit „Royal Oak“-Modellen. Das hießt aber nicht, dass sie sich bei den übrigen 20 Prozent weniger Mühe gibt. Für die „Code 11.59“ gilt dies in besonderem Maße, sodass sie durchaus das Zeug hat, der königlichen Eiche ein paar Prozente abzuluchsen. Auch preislich spielen sie in einer Liga.

In der Uhrenlinie tickt das erste Serien-Uhrwerk mit Selbstaufzug und Chronographenfunktion aus der eigenen Fertigung von Audemars Piguet. Mehrer Jahre waren notwendig, um das Kaliber 4401 zu entwicklen und zur Serienreife zu bringen.

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Das beidseitig aufziehbare Uhrwerk hat eine Gangreserve von 70 Stunden und bietet folgende Zusatzfunktionen: Flyback-Chronograph mit Schaltradsteuerung, Vertikalkupplung, Flyback-Funktion, 30-Minuten- und 12-Stunden-Zähler.

Geplant sind fünfstellige Produktionszahlen.

Und das ergibt langfristig Sinn, will man nicht Gefahr laufen, sich auf allein von einem Bestseller, der seit 1972 auf dem Markt ist, abhängig zu machen.

Das Ergebnis rückt nicht nur von der gewohnten AP-Optik ab, sondern geizt auch nicht mit technischen Finessen. Beides mag auch mit Blick auf mögliche Fälschungen so konstruiert worden sein.

Spezielle Werkzeuge, komplexe Programmierungen und viele manuelle Verarbeitungsechniken sind zum Beispiel allein für den Bau des Gehäuses erforderlich.

Das zweifach gewölbte entspiegelte Saphirglas wurde exklusiv für die „Code 11.59“ entworfen. Die innere Oberfläche des Glases ist wie eine Kuppel geformt, während sich die äußere Oberfläche vertikal von 6 nach 12 Uhr wölbt.

Um den Blick auf das achteckige Mittelgehäuse freizugeben, schweißten die Spezialisten die Anstöße an die obere Lünette an. Auch hierfür ist viel Handarbeit notwendig. Die oberen Anstöße sind mit der extradünnen Lünette verlötet. Dafür wurden völlig neue Produktionsprozesse entwickelt.

Dies sind nur einige Beispiel für die aufwändige Fertigung der „Code 11.59“, zu der es auch gehört, dass jede Komponente des Gehäuses nach der maschinellen Bearbeitung vorpoliert, vorsatiniert und anschließend bis ins kleinste Detail von Hand dekoriert wird.

Tags : audemars piguetCide 11.59Kaliber 4401royal oak
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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