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Deutschland hinkt trotz Corona bei digitalen Bezahlmethoden hinterher

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Eine neue Studie vom Zahlungs- und Shoppingdienstleister Klarna zeigt, dass deutsche Verbraucher im internationalen Vergleich bei der Adaption von innovativen Technologien aus dem Finanzsektor weit abgeschlagen sind.

Egal ob Bezahlung mit der Karte, dem Smartphone, der Smartwatch oder mittels biometrischer Daten: deutsche Verbraucher präferieren diese kontaktlosen Bezahloptionen über nahezu alle Studienteilnehmer am wenigsten.

„Das vergangene Jahr hat die digitale Vernetzung im Alltag beschleunigt. Anhand unserer Studie müssen wir jedoch leider feststellen, dass sich viele Deutsche noch schwer tun, neue, digitale Bezahlmöglichkeiten anzunehmen. Während viele andere Länder die Weichen für die Zukunft stellen, droht Deutschland im internationalen Vergleich abgehängt zu werden. Eine Bevölkerung, die digitalen Technologien offen und interessiert gegenüber steht, ist auch Grundlage und Gradmesser der Innovationskraft eines Landes. Daher sehen wir jetzt auch Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der Pflicht, den Austausch über die Chancen der Digitalisierung in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, um so mehr Offenheit für neue digitale Möglichkeiten zu schaffen”, erklärt Thomas Vagner, Country Lead DACH.

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Während die Kartenzahlung (Schweden: 72 %) oder Mobile Payment (Niederlande: 17 %) in anderen Ländern hoch geschätzt wird, bleibt man hierzulande dem Bargeld treu (49 %). Deutschland droht möglicherweise ins Hintertreffen zu geraten, da die Digitalisierung der Bezahlsysteme global schnell voranschreitet und neue Standards setzt, meint Klarna.

Deutsche nutzen Kartenzahlung am wenigsten

Die Deutschen sind nach wie vor Bargeld-Liebhaber und ziehen dies allen anderen Bezahlmethoden vor. Knapp die Hälfte (49 %) der Befragten bevorzugt Bargeld bei der Bezahlung. Zum Vergleich: Bis auf Österreich (47 %) geben unter den Befragten aller anderen Länder weniger als 30% an, Bargeld beim Einkauf nutzen zu wollen.

Die Vorliebe für Kartenzahlung ist bei deutschen Verbrauchern die niedrigste in der gesamten Studie. Nur 38 % würden beim Einkaufen mit Karte bezahlen. Mehr als die Hälfte der Befragten der anderen Ländern (bis auf Österreich) favorisiert das Bezahlen mit der Karte.

Skandinavische Verbraucher sind im internationalen Vergleich das Pendant zu Deutschland: Hier wird am wenigsten Bargeld genutzt (Schweden: 9 %; Finnland: 15 %; Norwegen: 14 %). Die Kartenzahlung ist dahingehend in der gesamten Studie in den nordischen Staaten am beliebtesten (Schweden: 72 %; Finnland: 70 %; Norwegen: 67 %).

Auch digitale Bezahllösungen werden von deutschen Verbrauchern im internationalen Vergleich weniger geschätzt. Obwohl das Bezahlen per Handy mittlerweile vielerorts möglich ist, würden es nur neuen Prozent der Befragten hierzulande nutzen. In den USA (13 %), Großbritannien (14 %), Australien (17 %) und den Niederlanden (17 %) erfreut sich Mobile Payment hingegen großer Beliebtheit.

Ebenso werden neuere Lösungen, wie Zahlung per Smartwatch (2 %) und biometrischen Technologien, wie Gesichtserkennung oder Fingerabdruck (2 %) von deutschen Verbrauchern nicht präferiert. Hier sind die Skandinavier wieder in einer Vorreiterposition.

Deutsche Verbraucherinnen nutzen digitale Bezahlmethoden tendenziell weniger als Männer

Verbraucherinnen aus Deutschland sind am konservativsten, was digitale Bezahlmethoden betrifft. 52 Prozent der Frauen bevorzugen die Bargeldzahlung im Supermarkt. Bei den Männern sind es 45 Prozent. 

Nur 37 Prozent der befragten Frauen würden die Kartenzahlung nutzen. Die Ergebnisse unterscheiden sich zu den männlichen Befragten nur gering: 39 Prozent der männlichen Verbraucher würden mit der Karte zahlen.

Auch bei den digitalen Bezahlmethoden liegen Frauen hinter den Männern. Männer favorisieren die Bezahlung mit dem Handy (10 %) eher als Frauen (7 %) und auch bei der Nutzung der Smartwatch oder biometrischen Technologien liegen Männern vor den Frauen

Die junge Generation hängt die Älteren ab

Bargeld ist bei allen Altersgruppen in Deutschland beliebt und wird nahezu von mehr als der Hälfte der Befragten favorisiert.

Bei den digitalen Bezahloptionen sind vor allem ältere Verbraucher weiter abgeschlagen. Sie würden die Zahlung via Smartphone, Smartwatch oder biometrischen Technologien am wenigsten in Anspruch nehmen. 

Jüngere Menschen haben eine deutlich höhere Affinität zu innovativen Bezahltechnologien. Insbesondere die Gruppe der 26- bis 35-Jährigen präferiert solche Lösungen, zum Beispiel geben mit 16 Prozent aus dieser Gruppe die meisten der deutschen Befragten an, die Bezahlung per Smartphone an der Kasse zu bevorzugen.

Während die Bezahlung mit Karte nur von knapp ein Drittel der jüngeren Konsumenten bevorzugt wird (18-25 Jahre: 31 %, 26-35 Jahre: 34 %), geben deutlich mehr der älteren Befragten an die Kartenzahlung zu präferieren (56-65 Jahre: 41 %; +66 Jahre: 48 %).

Klarna hat im Rahmen einer Studie Verbraucher zu ihren aktuellen Gewohnheiten rund um das Thema Finanzen befragt. Mehr als 9.000 Verbraucher in den USA, Großbritannien, Australien, Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Norwegen, Finnland und Schweden haben an der Studie teilgenommen.

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