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Der Corona-Virus wirbelt den Messekalender durcheinander

corona

Nach der „Time to Move“ der Swatch Group gibt es nun die nächste Absage beziehungsweise Verschiebung im Messekalender.

Der Messestandort Hongkong leidet nicht nur unter den Wetterkapriolen und den herbstlichen Taifunen, derzeit drückt vor allem die unklare politische Lage in der Sonderwirtschaftszone auf die Stimmung und Kauflaune. Und jetzt Corona.

Das Hong Kong Trade Development Council hat nun angekündigt, die die normalerweise Anfang März stattfindende Messe, die zeitversetzt an zwei Standorten (Edelsteine, Diamanten und Perlen vom 2. bis 6. März auf dem Asiaworld Expogelände (AWE) und der Echtschmuck im Convention and Exhibition Center in Hongkong-Stadt vom 4. bis 8. März in der Zeit stattfinden sollte, auf den Monat Mai zu verschieben. Beide Messen sollen dann an einem Standort stattfinden, verkürzt um einen Tag.

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Der Bundesverband der Edelstein- und Diamantindustrie e. V. sowie des Bundesverbandes Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e. V. hat dazu eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben:

„Entweder man behält das bisherige Messedatum bei oder man sagt die Messe lieber ganz ab.“

Ausdrücklich begrüßt wird, dass der Veranstalter seine Verantwortung im Hinblick auf die Virus-Problematik sowohl gegenüber den Ausstellern als auch den Besuchern wahrnimmt.

Andererseits aber wird eine Verschiebung in den Mai insbesondere deshalb nicht für sinnvoll erachtet, weil noch Anfang Mai die Baselworld (bis 05. Mai) stattfindet und sich bereits Ende Mai die ersten Aussteller und Besucher auf den Weg zur JCK Las Vegas (2. bis 05. Juni) beziehungsweise der zeitgleich stattfindenden Couture machen werden. Erschwerend kommt hinzu, dass bereits Ende Juni (25. bis 28. Juni) die nächste in Hongkong terminierte Branchenmesse stattfinden wird.

Nach Auffassung der Verbände tut man weder den Ausstellern noch den Besuchern einen Gefallen damit, vier überaus bedeutende Messen innerhalb eines Zeitfensters von zwei Monaten stattfinden zu lassen.

„Dies wird“ – so die beiden Verbandsgeschäftsführer Jörg Lindemann und Dr. Guido Grohmann – „unweigerlich zu Kanibalisierungseffekten führen“.

Und dies würde zur deutlich reduzierte Aussteller- und Besucherzahlen führen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Aussteller und Besucher bei der nun auf den Mai verlegten Messe in Hong Kong auch eine Risikoabwägung vornehmen müssen: Bei der Einreise in die USA zur JCK beispielsweise könnte es durchaus zu Problemen kommen, wenn die Personen direkt aus Asien zurückkehren und dann in die Vereinigten Staaten weiterreisen.

Tags : GrohmannHKTDChong kongHongkongLindemannMessenVerbände
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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