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Der Bundesverband der Juweliere (BVJ) informiert zum Umgang zwischen Lieferant und Händler

BVJ

BVJ-Geschäftsführer Joachim Dünkelmann rät zum solidarischen Umgang bezüglich Bestellungen und Lieferungen.

„Die Lieferanten reagieren unterschiedlich. Von Solidaritätsbekundungen bis zur Egonzentrik ist alles dabei. Es gibt solche, die sich sehr zugeknöpft in punkto Stornierungen zeigen, weil sie natürlich auch Angst um ihr eigenes Geschäft haben“, zeigt Dünkelmann einerseits Verständnis. „Andere sind sehr kulant und versuchen, gemeinsam mit den Händlern einen Weg zu finden. Und das ist meines Erachtens auch der richtige Weg. Wenn es weiter geht, dann nur gemeinsam“, sagt Joachim Dünkelmann, Geschäftsführer des BVJ.

Daher rät er auch zu einem solidarischen und gemeinsamen Handeln der gesamten Branche. Auch, wenn rein rechtlich betrachtet, der Handel am Zug ist:

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Grundsätzlich ist der Handel verpflichtet, bestellte Ware anzunehmen.
Kommt er dieser Pflicht nicht nach, befindet er sich in Annahmeverzug und muss für die Folgen wie beispielsweise Untergang der Ware oder auch deren Einlagerung selbst haften und dennoch unter Umständen den vollen Kaufpreis entrichten. Den Lieferanten trifft hier keine Verantwortung.

Anders ist dies, wenn der Handel die Ware aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen nicht annehmen kann. Denkbar wäre hier eine behördlich angeordnete vollständige Geschäftsschließung. Alleine die Untersagung des Handels im Ladengeschäft reicht dafür nicht aus, da Hintergrundarbeiten wie Kommissionierungen, Auslieferungen oder ähnliches noch weiter ausgeübt werden dürfen.

Helfen kann der Dialog mit den Partnern aus der Industrie, denn die Geschäftsschließungen führen zu einer sehr kritischen Situation für alle Beteiligten.

 

Tags : BVJCoronaDünkelmannEinzelhandel
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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