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Das Schweizer Uhrenjahr 2019 war solide und wegweisend

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2019 war insgesamt betrachtet ein solides Jahr für die Schweizer Uhrenindustrie: die Exporte stiegen gegenüber 2018 um 2,4 Prozent auf 21,7 Milliarden CHF. 

Das vergangene Jahr war auch ein wegweisendes. Zum einen fällt auf, dass es zwar einen wertmäßigen Zuwachs gab, mengenmäßig gingen die Exporte aber um 13,1 Prozent auf gut 20 Millionen Armbanduhren zurück.

Ein Grund ist die rückläufige Nachfrage nach Uhren unter 3.000 CHF, besonders im Bereich bis 200 CHF gingen die Exportzahlen deutlich zurück. Die Zukunft der Schweizer Uhrenindustrie scheint also in den oberen Preissegmenten zu liegen.

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Zum anderen trat 2019 deutlich die Export-Abhängigkeit der Schweizer Uhrenindustrie von bestimmten Regionen zutage. So war Hongkong zwar nach wie vor der größte Markt mit einem Export-Volumen in Höhe von knapp 2,7 Milliarden CHF, gehört mit einem Minus von 11,4 Prozent gegenüber 2018 aber auch zu den Regionen mit den stärksten Rückgängen.

Ursache sind die politischen Unruhen in der chinesischen Sonderwirtschaftszone, die nach wie vor anhalten. Mehrere Luxusmarken-Boutiquen in Hongkong haben in der Konsequenz bereits geschlossen. Und nun droht mit dem Corona-Virus das nächste Ungemach in China, dem drittgrößten Exportpartner der Schweizer Uhrenindustrie.

Europa lag mit einem Export-Anstieg von einem Prozent wertmäßig leicht unter dem globalen Durchschnitt, Deutschland mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent sogar deutlich.

Die größten europäischen Wachstumsmärkte für die Schweizer Uhrenindustrie waren in 2019 Großbritannien, Belgien und Griechenland mit einem Anstieg von jeweils rund zehn Prozent.

Weltweit nahmen die Exporte am stärksten nach Japan zu (+20 %).

 

Tags : chinaDeutschlandExporteHongkongSchweizUhrenindustrie
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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