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„Das Konsumverhalten wird werteorientierter werden.“

Stotz

Junghans-Geschäftsführer Matthias Stotz ist sich sicher: „Wenn man an etwas Langfristiges und Großes glaubt, und das glauben sowohl die Händler als auch wir, dann lässt man sich nicht so schnell aus der Bahn werfen.

Auch so etwas bislang Beispielloses wie die weltweite Corona-Pandemie wird vorüber und das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weitergehen. Wie die im Schwarzwald angesiedelte deutsche Traditionsmarke Junghans diese Zeit erlebt und sich und ihre Händler auf die Zeit danach vorbereitet, berichtete Matthias Stotz Mitte April im Gespräch mit WatchPro.

WatchPro: Wird sich das Konsumverhalten nachhaltig durch die Krise verändern? Wird der Onlinebereich noch stärker werden?

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Matthias Stotz: Bis sich die Unbeschwertheit beim Einkaufen wieder einstellt, wird sich der Konsument meines Erachtens sehr gut überlegen, was er kauft und dabei mehr auf Langlebigkeit, Qualität und Markenidentität achten. Das Konsumverhalten wird werteorientierter werden. Außerdem wird der ein oder andere seine Einstellung gegenüber dem stationären Handel verändern. Denn im Prinzip erlebt man jetzt, wie es ist, wenn der Handel aus den Innenstädten verschwinden würde. Jetzt merken alle, wie wichtig das persönliche Einkaufserlebnis und eine gute Beratung am PoS sind. Das kann kein Webshop bieten.

Ich hoffe und glaube, dass die Konsumenten, wenn sie wieder einkaufen dürfen, mit einer größeren Wertschätzung in die Geschäfte gehen und das physische Erleben neu beurteilen. Denn im Moment merken alle, dass ihnen genau das fehlt. Wie lange das anhalten wird, weiß ich nicht. Aber die Besinnung auf Werte und Authentizität und auf die Bedeutung des stationären Handels nimmt zu und das wird hoffentlich so bleiben. Trotzdem muss der Handel die Digitalisierung vorantreiben, denn sie ist Teil der Customer Journey, die den Kunden am Ende auch ins Geschäft bringen kann. Das digitale Erleben, das digitale Schaufenster muss der Handel in Zukunft noch stärker praktizieren. Das zeigt uns diese Krise ganz deutlich.

Das ganze Interview lesen Sie in der Mai-Ausgabe von WatchPro Deutschland.

Tags : CoronainterviewjunghansschrambergStotz
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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