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Das große WatchPro-Interview: Davide Lunghi, Geschäftsführer TAG Heuer Central Europe

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Ausbau des eCommerce, die globale Partnerschaft mit Porsche, die komplette Neulancierung der „Carrera“-Kollektion, Motorsportaktivitäten wie das Engagement beim „TAG Heuer Porsche Formel E“-Team, die Konzentration auf das Calibre Heuer 02, Weiterentwicklung der Smartwatch „Connected“, Ausbau der Präsenz auf den sozialen Plattformen …

Die Schweizer Marke hat sich vom Corona-Jahr 2020 nicht entmutigen lassen und viele Aktivitäten und strategische Entwicklungen für 2021 geplant. Und mit ihr der neue Geschäftsführer TAG Heuer Deutschland, Österreich und den Niederlanden, Davide Lunghi, der seit dem 1. November im Amt ist.

Er ist seit 2002 bei der LVMH-Gruppe und verantwortete seitdem verschiedene Funktionen in den Bereichen General Management, Business Development, Projektmanagement und Finanzen für die Uhrenmarken TAG Heuer, Hublot, Zenith sowie für Fendi. Zwischen 2012 und 2017 übte er die Funktion des COO in Deutschland aus, bevor er die Verantwortung über internationale strategische Projekte bei TAG Heuer und LVMH übernahm.

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Zuletzt war er als Geschäftsführer von TAG Heuer Frankreich, Belgien und Luxemburg tätig, bevor er nun seine neue Rolle bei TAG Heuer Central Europe mit viel Leben und Motivation ausfüllt. Im Interview mit WatchPro Deutschland berichtet er über die prallgefüllte Agenda von TAG Heuer und verrät, welche Entwicklungsschritte die Marke als nächstes plant.

WatchPro: Sie haben die Geschäftsführung von TAG Heuer Central Europe in einer sehr turbulenten Zeit übernommen. Was reizt Sie daran ganz besonders?

Davide Lunghi: Die aktuellen Zeiten sind wahrlich turbulent, und unsere Generation hat so eine Situation auch noch nie erlebt. In einer solchen Phase eine Marke als Geschäftsführer zu übernehmen, ist schon schwierig.

Aber da ich schon lange bei TAG Heuer, auch in gleicher Position nur in anderen Ländern, tätig bin, mich der Marke sehr verbunden fühle, wir über eine großartige Kollektion verfügen sowie ich mit einem sehr guten Team zusammenarbeite, wird das auch in den aktuellen Zeiten zu meistern sein.

Hinzu kommen noch die enormen Werte der Marke, mit denen sich auch in schwierigen Zeiten vertrauenserweckend arbeiten lässt. So ist die Marke eine sehr sportliche, die über eine sehr lange und umfangreiche Geschichte – von den Olympischen Spielen bis hin zu den automobilen Königsklassen der Formel 1 und der Formel E – verfügt.

TAG Heuer gehört weiterhin und zweifelsohne zu den wohl innovativsten Marken innerhalb der Uhrenindustrie. In der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart waren und sind wir als Marke immer ganz oben auf der Liste mit den „Worlds First“ im Rahmen von technischen Innovationen.

So waren wir auch, um in der Gegenwart zu bleiben, 2015 die erste Schweizer Luxusuhrenmarke, die eine Smartwatch auf den Markt gebracht hat. Die Verbindung zu dieser neuen digitalen Technologie ist es auch gewesen, die unsere Marke enorm verjüngt hat und sich somit für eine neue Zielgruppe, der nachwachsenden Käuferschicht, geöffnet hat.

Die TAG Heuer „Connected“ ist eine wichtige Säule für unsere Zukunft und verkörpert sehr gut eine weitere Eigenschaft der Marke, nämlich stets avantgarde zu sein. Nicht umsonst führen wir in unserem Logo den Slogan „Swiss Avantgarde since 1860“.

WatchPro: Sie kennen die anderen LVMH-Uhrenmarken sehr gut. Inwieweit grenzt sich TAG Heuer von den anderen Marken ab?

Davide Lunghi: Jede Marke des LVMH-Konzerns in den unterschiedlichen Branchen, so aber auch in der Sparte Watches & Jewelry, hat ihre eigene Geschichte, Herkunft, Basis, Entwicklung und Ausrichtung. Und, obgleich alle zu einem großen Konglomerat von Luxusgüterherstellern gehören, kann sich jede Marke eigenständig entwickeln und ausrichten, um sich so erfolgreich zu positionieren und in die Zukunft zu schreiten.

Unter allen Uhrenmarken innerhalb des Konzerns stellt TAG Heuer den Einstieg in die Welt der Luxusuhren dar. Es sind aber auch jene, schon oben genannten Punkte, wie Sportlichkeit, Verbindungsfähigkeit zwischen Generationen, Innovationskraft und Avantgardismus, die uns als Marke auszeichnen.

WatchPro: TAG Heuer versteht sich als Luxusmarke. Wie definiert die Marke Luxus, wie definieren Sie Luxus?

Davide Lunghi: TAG Heuer steht für erschwinglichen Luxus. Für die Kund*innen, die sich ihre erste Schweizer Prestige-Uhr kaufen möchten. Dabei steht Luxus nicht nur für den hohen Qualitätsstandard, den unsere Produkte dem Kunden bieten.

Luxus symbolisiert dabei auch die enorme Strahlkraft, die von der Marke selbst ausgeht, nicht nur als wohl eine der technisch innovativsten Uhrenmarken der Branche, sondern auch als eine der sehr hoch emotional aufgeladenen Uhrenmarken. Eine Marke eben, die basierend auf der eigenen, langen Geschichte dem Kunden auch viele authentische Geschichten anbieten kann.

Persönlich verbinde ich Luxus mit einzigartigen Erlebnissen und persönlichen Erfahrungen, die einem vergönnt sind, erleben zu dürfen. Luxus hat für mich auch damit zu tun, Zeit zu haben und diese sinnvoll nutzen zu können.

WatchPro: Wie hat Corona die Uhrenbranche verändert, wie hat Corona TAG Heuer verändert?

Davide Lunghi: Die Pandemie hat sicherlich auch die Uhrenbranche verändert und zu einem Umdenken geführt. Bedenkt man nur, dass sich allein durch den Wegfall der Baselworld als weltgrößter Uhrenmesse und damit wichtige Netzwerk-Plattform die kompletten Kommunikationswege mit und zu Kunden, zu Journalisten und zu Endkunden verändert haben.

Durch Corona hat sich der Fokus, auch bei TAG Heuer, mehr zum Digitalen hin verändert. Und es sind nicht nur die digitalen Wege der Kommunikation etwa im eigenen Team via Zoom- und Teams-Konferenzen oder mit den Partnern und Journalisten, zum Beispiel Produktvorstellungen oder Interviews, die neu entdeckt wurden.

Nein, auch der digitale Weg des Verkaufens von Uhren wurde durch die Pandemie verstärkt und ausgebaut.

So haben wir seit November 2020 auch in Deutschland unsere eCommerce-Plattform unter www.tagheuer.com implementiert.

Gerade diese Entwicklung war es auch, die das Jahr 2020 trotz der Lockdown-Maßnahmen und Schließungen des stationären Einzelhandels glücklicherweise für uns als TAG Heuer zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr hat werden lassen.

Durch diese Art des Uhrenverkaufens wurde auch unsere Zielgruppe mit ihrem neuen Käuferprofil verjüngt. Bewegt sich diese junge Generation doch auf diesen digitalen Plattformen viel natürlicher als andere Altersgruppen.

WatchPro: TAG Heuer hat im Jubiläumsjahr mehrere spannende Neuheiten auf den Markt gebracht. Und im vergangenen Jahr wurden 50 Jahre „Monaco“ ebenfalls mit entsprechenden Neuerscheinungen gefeiert. Ist damit die Munition für Innovationen für die kommenden Monate erst einmal verschossen? Oder worauf dürfen wir uns freuen?

Davide Lunghi: Das ist richtig, im Jahr 2019 lag der Schwerpunkt auf dem 50-jährigen Jubiläum eines berühmten Klassikers von TAG Heuer, der „Monaco“. Zu Beginn des Jahres 2020 lag dann der Fokus auf der Vorstellung der dritten Generation der TAG Heuer „Connected“, also unserer Luxus-Smartwatch.

Im weiteren Verlauf des Jahres haben wir unser großes 160-jähriges Markenjubiläum in den kommunikativen Mittelpunkt gerückt und haben dieses durch diverse Sondereditionen auf Basis historischer „Heuer Carrera“-Chronographen, aber auch durch die komplette Neulancierung der Basiskollektion der TAG Heuer „Carrera“-Chronographen in Form von großartigen sportlichen und eleganten Modellen würdig flankiert.

Bedingt durch den Wegfall der Baselworld konnten wir nicht alle Neuheiten der TAG Heuer „Carrera“-Kollektion im Jahr 2020 wie geplant präsentieren. Daher, und das wird Ihre Frage beantworten, werden wir 2021 das Thema TAG Heuer „Carrera“ und die Neulancierung der kompletten Kollektion, also neben den Chronographen auch die Uhren, im Fokus haben.

Des Weiteren werden wir den besonderen Kultstatus der TAG Heuer „Carrera“, den die Uhr bei vielen unserer Sammler genießt, durch weitere Modelle auf Basis klassischer „Heuer Carrera“-Chronographen sowie mit der „Silver“- oder „Montreal“-Edition, weiter ausbauen.

Ein ganz wichtiger Bereich wird 2021 aber unsere Partnerschaft zum Sportwagenhersteller Porsche sein. Sind wir 2020 hauptsächlich im Bereich des Motorsports in dieser Partnerschaft eingestiegen – wir haben aktuell ein eigenes TAG Heuer Porsche Formel E Team – sind mit Porsche in der GT-Serie WEC unterwegs und treten auch in den globalen Porsche Carrera Cups sowie digital im Porsche TAG Heuer eSport Supercup als Partner auf.

So wird 2021 diese Partnerschaft auf eine globale Ebene gehoben, und dann wird es neben TAG Heuer „Carrera Porsche“-Chronographen auch weitere partnerschaftliche Aktivitäten auf sportlicher Ebene, so im Tennis- und Golf-Sport, aber auch zusammen mit unseren Konzessionären und Porsche geben. Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft, denn unsere beiden Marken gehören einfach zusammen, bestehen doch so viele historische Schnittmengen, die diese Verbindung so harmonisch machen.

WatchPro: Worin bestehen diese Schnittmengen?

Davide Lunghi: Die wohl größte Schnittmenge ist die, dass wir beide ein Produkt mit dem identischen Namen haben und beide Visionäre der Gründerfamilien, zum einen Jack Heuer und zum anderen Ferry Porsche, zum gleichen Zeitpunkt Anfang der 1960er-Jahre ihr Produkt nach dem damals wohl gefährlichsten Straßenrennen der Welt, der „La Carrera Panamericana Mexico“, benannt haben. Das klingt doch so, als habe zusammengefunden, was zusammengehört.

Parallel zu den Produkten mit einem klassischen Hintergrund bauen wir natürlich auch die wichtige Säule unserer Smartwatch weiter aus. Auch werden wir stetig neue Applikationen entwickeln, die die Uhr gerade für die sportliche Nutzung so attraktiv werden lassen. Wie Sie ja wissen, haben wir in Paris eine eigene Firma, die sich mit der Entwicklung dieser Apps beschäftigt. So haben wir aktuelle Apps für das Golfen, Laufen, Radfahren, Gehen und Fitness.

Das Jahr 2021 wird noch viele Neuheiten von TAG Heuer bereithalten und auch vieles, worüber ich aktuell noch nicht sprechen kann. Sie sehen also, an Themen wird es uns in diesem Jahr nicht fehlen.

WatchPro: Welche Rolle wird in den zukünftigen Kollektionen das Calibre Heuer 02 spielen?Beziehungsweise welche Bedeutung hat es für die Marke insgesamt?

Davide Lunghi: Unser zweites Manufakturkaliber, das Calibre Heuer 02, ist unsere komplett hauseigene Innovation, die vollständig in unserer Manufaktur im Schweizerischen Chevenez hergestellt wird. Das Werk besteht aus 168 Komponenten, darunter ein Kolonnenrad und eine vertikale Kupplung für eine verbesserte Chronographen-Zeitmessung. Das Werk verfügt über eine beeindruckende Gangreserve von 80 Stunden.

Es wird aktuell in den Serien TAG Heuer „Carrera“ und TAG Heuer „Monaco“ verbaut. Alle Uhren mit dem Vorgängeruhrwerk Calibre Heuer 01 sind schon im Jahr 2020 komplett aus der Kollektion ausgelaufen.

Das Calibre Heuer 02 ist der beeindruckende Höhepunkt der internen Entwicklung unserer eigenen Manufakturkaliber seit dem Jahr 2010. Gestartet sind wir mit der Entwicklung des Calibre 1887, dessen Name für das Jahr 1887 steht, in dem Eduard Heuer den Schwingtrieb entwickelt und patentiert hat. Aus diesem Werk ging dann 2015 das Calibre Heuer 01 hervor.

In der Zukunft wird aber nur das 2016 präsentierte Calibre Heuer 02 – hervorgegangen aus unserem 2014 entwickelten Uhrwerk CH80, welches später dann umbenannt wurde in Calibre 1969 – unser einziges Manufakturkaliber sein, welches verbaut wird.

WatchPro: Wie entwickelt sich der Bereich Smartwatches? Ist es eher eine Nische oder ein echter Umsatzbringer für TAG Heuer und seine Handelspartner?

Davide Lunghi: Die Produktion der TAG Heuer „Connected“ ist für uns keine Nische mehr, es stellt eine wichtige Säule innerhalb unserer gesamten Kollektion dar. Waren wir doch im Jahr 2015 der erste Schweizer Luxusuhrenhersteller mit einer eigenen Smartwatch.

Aktuell ist bereits die dritte Genration der Uhr am Markt käuflich zu erwerben, und sie hat sich bei uns wie auch bei unseren Handelspartnern nicht nur stationär, sondern vorrangig auch online zu einem wahren Umsatzbringer entwickelt. Dieses hat sich gerade während der aktuellen Situation gezeigt, in der der stationäre Handel geschlossen bleiben musste und die Umsätze nur via Online generiert werden konnten.

Mit unserer Smartwach sprechen wir natürlich eine Zielgruppe an, die nicht nur offen für diese Technik ist, sondern auch offen dafür, den Erwerb eines solchen Produktes über Online-Plattformen abzuwickeln.

Das wir bei der TAG Heuer „Connected“ nicht mehr von einem Nischenprodukt sprechen, zeigt sich auch daran, dass wir, wie eben schon erwähnt, seit über einem Jahr eine eigene Firma in Paris haben, die sich mit mehr als 40 Angestellten nur mit der Entwicklung von Applikationen für unsere TAG Heuer Connected beschäftigt.

So haben wir eine eigene Golf-Applikation, die TAG Heuer Golf, entwickelt, die einen wahren Benefit für jeden Golfer darstellt und sich aktuell zu einer der meist heruntergeladenen Golf Apps entwickelt hat. Diese App gibt es in einer speziellen TAG Heuer „Connected Golf“-Edition, aber sie kann auch auf die ganz normale „Connected“ geladen und dann auf der Uhr in 2D und auf dem Mobilfunktelefon, Android wie auch iOS, in 3D genutzt werden.

Wie wichtig der Golfsport für uns ist, zeigt sich auch durch die neue Partnerschaft mit dem britischen Profi-Golfer Tommy Fleetwood als einem unserer globalen Markenbotschafter.

WatchPro: Stationärer Handel, eigene Stores, Onlineshop, Online-Plattformen Dritter, Multichannel – wie sieht die Vertriebsstrategie der Zukunft von TAG Heuer aus?

Davide Lunghi: Zum einen wurde im Jahr 2020 in Deutschland wie aber auch in anderen europäischen Ländern – Frankreich, Spanien und Italien – unsere eigene eCommerce-Plattform unter www.tagheuer. com implementiert und sehr erfolgreich gestartet.

Waren es in den letzten Jahren nur die großen TAG-Heuer-Märkte wie die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Schweiz, Japan und Australien, die einen eigenen eCommerce hatten, so werden jetzt sukzessive weitere globale Märke in den nächsten Jahren folgen. Für unseren Verantwortungsbereich Central Europe heißt das, dass die Länder Österreich und die Niederlande auch zeitnah auf die globale Online-Plattform zugeschaltet werden.

WatchPro: Marken wie Breitling aber auch Ihre Schwestermarke Hublot setzen seit kurzem auf die Blockchain zur Zertifizierung von Uhren. Ist das auch für TAG Heuer geplant?

Davide Lunghi: Dieser Bereich der Transparenz innerhalb der Lieferketten stellt einen wichtigen Schwerpunkt unseres Konzerns dar und ist wahrlich eine große Stärke. Die hierzu von LVMH entwickelte Strategie stellt ein Leitmotiv für alle Marken des Konzerns dar.

WatchPro: Welche Pläne hat TAG Heuer darüber hinaus in punkto Digitalisierung?

Davide Lunghi: Im Jahre 2020 wurde bereits unsere Homepage komplett überarbeitet, sehr nutzerfreundlich neugestaltet und mit vielen interessanten Inhalten zur Marke, zur Geschichte und zu unseren Kollektionen ausgebaut. Hinzu kam die Implementierung der lokalen eCommerce-Plattformen.

Parallel dazu und damit dem Trend der Digitalisierung stets folgend, bauen wir regelmäßig unsere Social-Media-Plattformen auf Facebook, Instagram, Twitter und Co. sowie die kommunikative Präsenz auf eben diesen Plattformen stetig aus, sodass wir auch über unsere bereits treue Kundschaft hinaus neue Zielgruppen und Käuferschichten gerade bei den jungen Konsumenten generieren und aufbauen können.

Das Thema des Customer Relationship Managements (CRM) spielt bei uns eine wichtige Rolle, denn es ist für uns von großer Bedeutung, unsere Kunden mit den eingesetzten Maßnahmen direkt und auch persönlich ansprechen zu können. Das Thema der Personalisierung liegt bei uns stark im Fokus.

WatchPro: Mit Blick auf die Generation Z beziehungsweise Greta: wie setzt TAG Heuer das Thema Nachhaltigkeit um? Und passt Motorsport überhaupt noch in diese Zeit?

Davide Lunghi: Das Thema Motorsport ist und bleibt für unsere Marke eine sehr wichtige kommunikative Säule, sind und waren wir doch einer der Ersten im Bereich der Uhrenhersteller, der diese Plattform für sich und damit für die Kommunikation entdeckt hat.

Jack Heuer war in seiner Zeit als CEO der Marke Heuer einer der großen Vorreiter in diesem Bereich. Heutzutage ist es einfach, ein Logo auf einem Fahrzeug oder auf einem Overall aufzubringen. Doch ist es für den Konsumenten ebenfalls sehr wichtig, wenn hinter der Geschichte einer Markenpartnerschaft auch authentische Geschichten stehen, mit denen er oder sie sich identifizieren können.

Aber ich gebe Ihnen Recht, dass die Nachhaltigkeit auch einen sehr wichtigen Faktor im Bereich der Partnerschaftsaktivierung darstellt. So sind wir zum Beispiel, um beim Thema Motorsport zu bleiben, Gründungspartner der Serie Formel E, die nicht mit Verbrennungsmotoren, sondern zum Schutz der Umwelt und der Reduktion der Emission mit Elektromotoren fährt.

Seit Beginn des Jahres 2020 haben wir zusammen mit der Marke Porsche in dieser Serie auch ein eigenes Team, das TAG Heuer Porsche Formel E Team mit den deutschen Fahrern Andre Lotterer und Pascal Wehrlein. Ich glaube aber auch, und das hört man auch von vielen Insidern des Motorsportes, dass die herkömmlliche Version des Sports, so wie sie aktuell mit Verbrennungsmotoren betrieben wird – mag man diese Form auch als Dinosaurier bezeichnen –, noch viele Jahre so weiter existieren wird.

Sicherlich, und das zeigt auch die Entwicklung der Serie Formel E oder dann auch die der Serie DTM, die im kommenden Jahr ebenfalls elektrifiziert an den Start gehen soll, wird es eine parallele Entwicklung und Koexistenz von beiden Motorsportplattformen sein. Und wir als Marke TAG Heuer sind in beiden Bereichen partnerschaftlich tätig.

WatchPro: Wie wird der Messekalender 2021 von TAG Heuer aussehen?

Davide Lunghi: Generell kann man auf jeden Fall sagen und sehen, dass eine Revolution des Messekonzeptes an sich innerhalb der kompletten Uhrenbranche stattgefunden hat. Von daher würde ich sagen, dass die Digitalisierung von Messen und Präsentationen auch in naher Zukunft noch zu finden sein wird, so auch bei TAG Heuer. Dementsprechend werden wir im April Teil der virtuellen Messe Watches and Wonders sein.

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