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Coronavirus: Neues Insolvenzrecht soll Unternehmen Luft verschaffen

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Das Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) bereitet aktuelle eine gesetzliche Regelung vor, die Firmen, die duch die Corona-Pandemie in Schieflage geraten sind, vor einer Insolvenz bewahren soll.

Dazu heißt es auf der Homepage des Ministeriums:

„Durch verschiedene Maßnahmen insbesondere im Insolvenzrecht wird Unternehmen, die infolge der Pandemie wirtschaftliche Schwierigkeiten haben oder gar insolvent geworden sind, die Fortführung des Unternehmens ermöglicht und erleichtert.“

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Das bedeutet konkret, das besonders schwer betroffenen Unternehmen eine Atempause gewährt wird: Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht soll bis zum 30. September 2020 befristet gelten und kann im Verordnungswege bis zum 31. März 2021 verlängert werden.

„Wir wollen verhindern, dass Unternehmen nur deshalb Insolvenz anmelden müssen, weil die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen nicht rechtzeitig bei ihnen ankommen”, so Justizministerin Christine Lambrecht.

Normalerweise müssen Geschäftsführer innerhalb von drei Wochen Insolvenz anmelden, wenn ihr Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet ist. Das sei inmitten der Corona-Krise „zu kurz bemessen”, so Lambrecht.

„Auch die Unternehmen werden häufig mehr Zeit brauchen, um Lösungen zu finden, wie sie die Folgen der Krise bewältigen können. Deshalb sehen wir Erleichterungen im Insolvenzrecht vor, um Insolvenzen nach Möglichkeit abzuwenden.“

Vorsaussetzungen sind, dass die finanziellen Schwierigkeiten eine direkte Folge der Corona-Krise sind und dass Aussicht auf Sanierung besteht, zum Beispiel durch die Beantragung öffentlicher Hilfen.

Tags : BundesministeriumCoronaInsolvenzInsolvenzrechtLambrecht
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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