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Classic first – unaufgeregt stilvoll: Die Uhrentrends 2021 (Teil 1)

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2021 wird harmonisch, ist sich der Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien e. V. sicher und hat für 2021 zehn Uhrentrends ermittelt. Heute stellen wir die ersten fünf vor:

Zeitlos schön

Elegant, schlicht, mit gemäßigtem Durchmesser und einem klar designten Zifferblatt, auf dem geschwungene Zahlen oder römische Ziffern einen Hauch Nostalgie aufkommen lassen: Modelle mit diesen Eigenschaften erobern in diesem Jahr das Handgelenk von Mann und Frau. Die im Trendbereich recht einheitlich gestalteten Dresswatches werden aufgelockert, erhalten besondere Indizes und zeigen mehr Individualität.

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Im hochwertigen Segment überzeugen die minimalistisch gehaltenen Zeitmesser schon jeher durch kleine Details, die dem Kenner die Markenzugehörigkeit verraten. Flache Gehäuse sorgen für einen hohen Tragekomfort, aufgeräumte Zifferblätter maximieren die Ablesbarkeit. Der bisherige Purismus weicht allerdings ein paar kleinen, spielerischen Schnörkeln: Statt Bauhausstrenge kehren weiche Formen zurück, die sich in der Gestaltung der Zahlen und Zeiger äußert.

„De Ville Prestige” von Omega

Die Rückkehr zur Klassik spiegelt sich in der Kombination von Edelstahl- bzw. Weißgoldgehäusen, weißen, dezenten Zifferblättern und schwarzen Lederbändern wieder – vor allem bei den Herrenuhren, doch auch Damen greifen auf den dominanten Schwarz-Weiß-Kontrast zurück, gern mit eckigem Gehäuse und einem Retrotouch – Business-Uhren, die man ohne zu überlegen morgens anlegt und die stilvoll und modisch zeitlos erscheinen.

Alles Metal, oder was?

In der Musik bilden Klassik und Metal einen spannenden Kontrast – der noch interessanter wird, wenn man beide zusammenbringt. Bei den Uhren ist das nicht anders. Metalluhren, vornehmlich aus Edelstahl, sind die universellen Alleskönner der Stunde. Sie zeigen sich schlicht, klar, zurückhaltend, elegant und zugleich sportlich, können glamourös sein und sich in Gold kleiden. Die Metallarmbänder präsentieren sich vor allem bei den Damenuhren in vielen verschiedenen Mustern und erweitern damit die klassisch dreigliedrigen Modelle. Die sind eine starke Konkurrenz für die beliebten Milanaisebänder und drängen sich an ihren Platz. Fließende Übergänge ohne sichtbare Anstöße sorgen für ein harmonisches Bild.

Bei der Wahl des Zifferblatts kristallisieren sich auch bei den Metalluhren klassische Tendenzen heraus: Frauen mögen es lieber weiß, Männer schwarz, gern mit Chronographen-Funktion oder generell einem etwas opulenterem Zifferblatt. Dazwischen gibt es ein breites Spektrum für Farbe, das allerdings vor allem von Khaki bis Grün und Eis- bis Dunkelblau belegt wird.

Auf Damenuhren dürfen hin und wieder Diamanten blitzen – entweder als Indizes oder auf der Lünette, im Großen und Ganzen bleiben die Modelle aber eher schlicht und zurückhaltend. Wer es weniger sportlich, sondern vor allem edel mag, greift auf eine der vielen Uhren mit Rosé- oder Gelbgoldplattierung zurück. Der Schmucktrend der Gliederketten nimmt Einfluss auf die Gestaltung der Uhrenarmbänder und verwandelt den Zeitanzeiger zu einem Hybrid aus Schmuck und Uhr. Rautenmuster und besondere Gliedergeflechte sowie eingearbeitete Logos wirken modisch und betonen den individuellen Charakter. Die Zifferblätter strahlen in Weiß oder sind insbesondere bei Roségoldmodellen auf das Armband abgestimmt.

Damenuhr der „Sapphire“-Serie von Citizen mit Eco-Drive-Antrieb.

Wer in Sachen Metallfarbe auf Nummer sicher gehen will, liegt mit Uhren in Bicolor genau richtig. Die klassische Aufteilung der Farben auf Armband und Lünette weicht jedoch einem moderneren, feineren Look. So werden Indizes, Ziffern oder Zeiger mit Roségold zart hervorgehoben, statt stark betonter Lünette zeichnen feine Linien das Bild. Noch edler wird es, wenn statt eines Metallbands ein Lederarmband dazu getragen wird.

Ton in Ton

Harmonie in Hochform: In diesem Jahr zeigen sich Armband und Zifferblatt perfekt aufeinander abgestimmt. Der Ton-in-Ton-Look findet sich nicht nur bei roségoldenen Damenuhren wieder, sondern erobert auch Modelle mit Leder- oder Textilband. Die Farbe des Zifferblatts setzt sich dabei im Uhrenarmband fort und wird nur durch das Gehäuse und die Schließe unterbrochen. Dieser Trend ist vor allem bei khaki- und taupefarbenen, blauen und schwarzen Uhren zu sehen.

I.N.O.X. für Damen von Victorinox

Sie verdrängen aufgrund ihrer besseren Ablesbarkeit (neben dem Gehäuse werden auch Ziffern und Zeiger hervorgehoben) die all-blue und all-black-Modelle, die zwar optisch eine gute Figur abgeben, in der Praxis aber durch den mangelnden Kontrast verlieren.

Wer sich eine neue Uhr mit schwarzem Zifferblatt und schwarzem Band zulegen möchte und dabei auf Eleganz und einen Hauch Glamour abzielt, sollte ein Modell mit goldenen oder roségoldenen Akzenten in Betracht ziehen. Die ausdrucksstarke und edle Kombination brilliert als Abenduhr und steht für Luxus und Stil. Je nach Goldanteil kann die edle Schwarze auch im Alltag getragen werden. Hier gilt: je mehr Gold, desto später die Stunde oder festlicher der Anlass.

Grün, Blau und ein Tupfen Rot

Farbe ja, aber eher zurückhaltend, könnte die Devise für dieses Jahr lauten – wäre da nicht das leuchtende Rot, das sich in einigen Modellen lautstark präsentiert und das Zeug dazu hat, zum heimlichen Star zu werden. Als Weinrot hat es sich im Winter unter die Damen- und Herrenuhren gemogelt, jetzt setzen Erdbeerfarben freche Farbtupfer, wenn Mann und Frau es zulassen und ihrer Lebensfreude Ausdruck verleihen möchten. So wie der knallrote Lippenstift in Krisenzeiten vermehrt auf Damenlippen leuchtet, kann die rote Uhr zum Symbol einer neuen Zeit voller Zuversicht werden.

Bis es soweit ist, bieten die beliebten und zurückhaltenden Klassiker Sicherheit: das nicht mehr wegzudenkende Blau, das souverän mit allen Metallfarben harmoniert und auch mit Schwarz eine elegante Symbiose eingeht, das hoffnungsvolle Grün, das nicht nur als edles Tannengrün begeistert, sondern jetzt verstärkt in Khakinuancen auftritt und damit einen sportlichen oder Abenteurercharme versprüht.

„Rue Royale Verte“ von Pequignet mit dem hauseigene Manufakturkaliber Calibre Royal

Weitere „Ausreißer“ mit Gute-Laune-Effekt sind Orange und Gelb. Letzteres ist in Kombination mit Schwarz vor allem in sportlichen Uhren zu sehen. Bleibt abzuwarten, ob die diesjährigen, als Einheit zu sehenden Pantone-Trendfarben Illuminating (Sonnengelb) und Ultimate Gray nicht auch noch für Überraschungen am Handgelenk sorgen.

Sportliches Aussehen

Eleganz und Zurückhaltung sind nicht jedermanns Sache, deshalb bleiben Uhren, die Kraft und Sportlichkeit ausstrahlen, nach wie vor im Trend. Dauerbrenner sind Chronographen mit zahlreichen Funktionen, die nicht unbedingt genutzt werden müssen, aber zumindest nach Aktivität aussehen.

„Chronomaster Sport“-Chronograph von Zenith mit neuem Automatikkaliber El Primero 3600

Eine andere Variante, durch die Uhr Sportlichkeit auszudrücken, liegt in der Wahl des Materials. Karbon hat einen maskulinen Coolnessfaktor, wirkt modern und erinnert an den Rennsport. Keramikdetails – vor allem in Schwarz – stehen für Modernität und Urbanität, Titan gilt als unverwüstlich und strahlt durch seinen dunkleren Grauton ebenfalls Sportlichkeit aus. Interessant wird es, wenn diese Eigenschaften mit einem filigranen Skelett zusammentreffen: Stärke und Zartheit, Robustheit und Verletzlichkeit fügen sich zu einem Bild, das dem Zeitgeist entspricht und zeigt, dass Gegensätze sich wunderbar ergänzen können.

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