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Der japanische Uhrenkonzern Citizen und das in Tokio ansässige Mondexplorationsunternehmen ispace haben bekannt gegeben, dass Citizen Kooperationspartner von HAKUTO-R, dem weltweit ersten kommerziellen Mondexplorationsprogramm, ist.

HAKUTO-R soll die Grundlagen für eine hochfrequente, kommerziell nutzbare Mondlandeplattform legen. Dreh- und Angelpunkt der Partnerschaft ist das von Citizen patentierte Super Titanium. Dabei handelt es sich um ein materialreines Titan, das dank der Oberflächentechnolgie des Unternehmens Eigenschaften aufweist, die für den Einsatz auf dem Mond optimal sind. Daher werden entsprechende Titanbauteile beim Mondlandefahrzeug und dem Rover zur Erkundung des Erdtrabanten verwendet.

Titan wurde von den Ingenieuren von ispace aufgrund seines geringen Gewichts und seiner Festigkeit ausgewählt. Das von Citizen mittels der eigenen Technologie Duratect entwickelte Super Titanium weist dank Ionenbeschichtung, Kaltplasma, Glashärtung und Duplexbeschichtung eine besondere Eignung für eine Mondmission auf. Es ist unter anderem sechs mal härter als Edelstahl, besonders langlebig, abriebfest und sehr leicht.

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Im Anschluss an die HAKUTO-R-Missionen werden ispace und Citizen die Ergebnisse des Super-Titanium-Einsatzes beim Lunar Lander und Rover analysieren und das Material weiterentwickeln.

Takeshi Hakamada, Gründer und CEO ispace: „Die Verwendung der Titanuhrtechnologie von Citizen bei HAKUTO-R’s Lunar Lander und Rover ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie industrielle Techniken, die auf der Erde eingesetzt werden, tragfähige Lösungen für die Raumfahrzeugtechnik bieten können. Wir werden weiterhin aktiv mit unseren Partnerunternehmen zusammenarbeiten, um die herkömmliche Denkweise der Raumfahrtentwicklung in Frage zu stellen.“

Tags : citizenHAKUTO-RispaceSuper TitaniumTitan
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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