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Chrono24 rechnet mit weiterem Umsatzwachstum in 2021

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Die Auslaufstrategien von Luxusuhrenmarken wie Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet heizen das ohnehin schon florierende Wachstum des Handels mit gebrauchten Luxusuhren zusätzlich an.

Chrono24-CEO Tim Stracke befürchtet allerdings nicht, dass die Pre-owned-Luxusuhrenblase in absehbarer Zeit platzen beziehungsweise dass sich Liebhaber luxuriöser Investitionsgüter anderen Produkten zuwenden könnten.

„Nein, das befürchte ich für die kommenden 20 Jahre nicht. Und zwar aus den folgenden Gründen: ‚Persönliche Luxusgüter‘ ist eine über Jahrzehnte konstant stark gewachsene Kategorie. Auch Krisen, wie zum Beispiel die Finanzkrise 2009 oder die aktuelle Covid-19-Pandemie führten immer nur zu kurzen Nachfrageeinbrüchen mit einer schnellen Erholung. Dies ist auch der Grund, warum LVMH zum wertvollsten Unternehmen Europas wurde.

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Dieses Wachstum gilt auch für den Markt für neue Uhren, der insbesondere in den letzten 20 Jahren rasant gewachsen ist und sich von 2000 bis 2019 in etwa verdoppelt hat. Zuletzt lag er bei zirka 35 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Uhren – man schätzt den Gesamtwert aller weltweit existierenden Uhren auf ca. 350 Milliarden Euro – werden früher oder später zurück in den Handel kommen. Egal ob man von einer durchschnittlichen Haltedauer von zehn oder 20 Jahren ausgeht.

Das riesige Volumen an existierenden Uhren, verbunden mit dem starken Trend der sogenannten ‚Circular Economy‘, also Kreislaufwirtschaft, wird auch in den kommenden zehn bis 20 Jahren den Markt gebrauchter Uhren befeuern. Der Markt für gebrauchte Luxusuhren wächst aktuell jährlich mit acht bis zehn Prozent. Das wird, auch wenn es Schwankungen geben wird, noch viele Jahre so weitergehen, und ich wüsste nicht, welches Schmuckstück oder Statussymbol, insbesondere bei Männern, die Uhr ablösen sollte.

Wir erwarten bei Chrono24 ein Wachstum unseres Handelsvolumens von zwei Milliarden Euro in 2020 auf etwa 2,5 Milliarden Euro 2021. Aktuell sieht es sogar noch positiver aus.“

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