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Chronext will zum Fielmann der Uhrenwelt werden – und geht an die Börse

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Die Gerüchte um den Börsengang der Uhrenplattform Chronext haben sich bestätigt. Das Unternehmen hat nun offiziell bekanntgegeben, dass das Initial Public Offering IPO und die Notierung seiner Aktien an der SIX Swiss Exchange kurz bevorstehen.

Der Börsengang wird voraussichtlich neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie bestehende Aktien von bestimmten Aktionären umfassen. Die Aktien werden privaten und institutionellen Anlegern in der Schweiz sowie institutionellen Anlegern in bestimmten anderen Ländern angeboten. Der Börsengang soll vorbehaltlich der Marktbedingungen im vierten Quartal 2021 abgeschlossen werden.

Philipp Man

Philipp Man, CEO und Mitgründer von Chronext, kommentierte am Freitag: „Heute ist ein ganz besonderer Tag für das Chronext-Team. Wir sind seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2013 sehr schnell gewachsen und wollen Chronext nun an die Börse bringen. Damit verschaffen wir uns die finanzielle Flexibilität, um von den beispiellosen Veränderungen im Luxusuhrensegment zu profitieren und in dem strukturell noch wenig entwickelten Online-Markt weiter zu wachsen. Wir freuen uns darüber, dass unsere Erfolgsgeschichte schon jetzt bei vielen namhaften institutionellen Anlegern auf großes Interesse gestoßen ist.“

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Jacob Fonnesbech Aqraou, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Chronext, ergänzt: „Der Börsengang ist ganz klar der nächste logische Schritt für Chronext. Neben der Finanzierung der Wachstumsstrategie wird die damit einhergehende Erhöhung der Sichtbarkeit, der Glaubwürdigkeit und des Profils der Marke Chronext nach unserer Auffassung dazu führen, dass wir weitere Marktanteile im schnell wachsenden und hochprofitablen Online-Segment für Luxusgüter gewinnen.”


Während Weltkonzerne wie Richemont, LVMH und die Swatch Group in 2020 massive Umsatzeinbußen im zweistelligen Bereich hinnehmen mussten, verkündet der 2013 gegründete Internet-Marktplatz für Uhren Chronext einen Rekordumsatz im Corona-Jahr. Erstmalig wurde die Marke von 100 Millionen € Umsatz durchbrochen.


Das Unternehmen beabsichtigt, einen Teil des Nettoerlöses aus dem Börsengang zu verwenden, um das organische Wachstum voranzutreiben, das Produktangebot zu erweitern und in neue geografische Regionen zu expandieren.

Gegenüber dem Magazin Finanz und Wirtschaft sagte Philipp Man außerdem: „Wenn ich Brille sage, denken die meisten im deutschen Sprachraum an Fielmann. Meine Hoffnung ist, dass sie in ein paar Jahren das Stichwort Luxusuhren mit uns assoziieren.“

in anderer Teil der Nettoerlöse wird voraussichtlich für die Eröffnung weiterer Pick-up-Lounges sowie für Investitionen in die Technologie des Unternehmens Verwendung finden, insbesondere zur besseren Integration mit Händlern und Marken, zur Weiterentwicklung einer mobilen Anwendung sowie zum Aufbau einer Technologie, die zur Einführung zusätzlicher Produkte und Dienstleistungen erforderlich ist.

Das Unternehmen beabsichtigt außerdem, in nicht-organisches Wachstum zu investieren, vor allem in den Kernmärkten sowie in den USA und Asien. Zudem soll das Nettoumlaufvermögen gesteigert und Verbindlichkeiten zurückgeführt werden.

Der Börsengang wird voraussichtlich eine Kapitalerhöhung von zirka 250 Millionen CHF sowie eine Platzierung bestehender Aktien bestimmter Aktionäre umfassen. Darüber hinaus werden bestimmte veräußernde Aktionäre bestehende Aktien für eine mögliche Mehrzuteilung von bis zu 15 Prozent der im Rahmen des Börsengangs angebotenen Aktien zur Verfügung stellen (Greenshoe-Option).

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