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Chronext will weiter wachsen – unter Umständen mit dem Gang an die Börse

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Philipp Man

Im Mai dieses Jahres berichteten verschiedene Medien unter Berufung auf Insiderquellen, dass der 2013 gegründete Internet-Marktplatz für Uhren, Chronext, den Börsengang plant. Experten schätzen den Wert des Unternehmens auf bis zu einer Milliarde €.

Gegenüber dem Handelsblatt sagte Chronext-Gründer und -Vorstandschef Philipp Man: „Wir sind in den vergangenen 24 Monaten im Schnitt 46 Prozent pro Jahr gewachsen.“ In 2020 hatte das Unternehmen beim Umsatz die Marke von 100 Millionen € durchbrochen

Auf Nachfrage äußerte sich das Unternehmen im Mai nicht zu den Gerüchten um einen Börsengang. Nun sprach Chronext-Gründer Philipp Man mit der Neuen Zürcher Zeitung NZZ, die vermutet, dass der nächste Wachstumsschritt der mittlerweile 130-köpfigen Firma nun über einen Börsengang finanziert werden wird: „Philipp Man will die Gerüchte zwar nicht bestätigen, aber wie er betont, ist für ihn ein Going-public nicht nur aus finanzieller Sicht interessant, sondern auch zur Stärkung der Glaubwürdigkeit.“

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Und dem Handelsblatt sagte Man kürzlich: „Wir prüfen immer alle Optionen, aber es ist nichts entschieden.“ Mit Blick auf den Umsatz ist Chronext seit der Gründung jährlich um gut 100 Prozent gewachsen, profitabel ist das Unternehmen aber bislang nicht. „Sicherlich erfordert solches Wachstum auch Finanzierung“, sagte Philipp Man dazu dem Handelsblatt. „Unser Ziel ist es primär, Marktanteile auszubauen. Jetzt schon zu früh kurzfristige Profitabilität zu forcieren ist aus unserer Sicht angesichts der großen Marktchancen nicht der richtige Schritt.“ Zudem sei man sehr gut finanziert, „und in der Lage, mit den Mitteln, die wir heute haben, das Wachstum voranzutreiben.“

Wenn es zum Börsengang kommen sollte, dann komme für ihn das Initial Public Offering übrigens nur in der Schweiz in Frage, glaubt die NZZ. Denn diesen Standort favorisierte Man gemeinsam mit Mitgründer Ludwig Wurlitzer von Anfang an. Die Geschichte von Chronext begann zwar in London und es gibt Büros und Ateliers in Köln, gegründet wurde die Firma aber in der Schweiz: „Uns war immer klar, dass wir als Luxusuhren-Startup schweizerisch sein sollten.“

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