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BVJ und Dr. E. Wirth & Co, warnen vor einer Zunahme an Einbruch-Diebstählen

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Anders als der Juwelier-Warndienst kommt Handelverband der Juweliere (BVJ) nicht zu dem Schluss, dass die Corona-Pandemie die Anzahl der Straftaten in der Branche gesenkt hätte. Zusammen mit dem spezialisierten Versicherungsmakler Dr. E. Wirth & Co. verweist er auf eine massive Zunahme an Einbruch-Diebstählen und versuchten Einbruch-Diebstählen in den letzten Wochen.

Juwelieren wird daher empfohlen, die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens mit gesteigerter Wachsamkeit zu verfolgen.

„Gerade jetzt scheinen die Werte unserer Branche verstärkt auch Ziel krimineller Energien zu werden”, warnt BVJ-Geschäftsführer Joachim Dünkelmann. „Es empfiehlt sich, die Begehrlichkeiten außerhalb der Geschäftszeiten weitestmöglich zu vermindern und die Nachtauslage in den Schaufenstern auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Vor allem erhöhte Einzelwerte gilt es angemessen zu sichern.”

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Kaufanreize durch Nachtauslagen sind laut dem Verband durch die stark rückläufige Frequenz in den Innenstädten außerhalb der Ladenöffnungszeiten derzeit ohnehin erschwert zu erzielen.

Bei den Tathergängen handelt es sich laut den Versicherungsspezialisten von Dr. E. Wirth & Co. zumeist um „unprofessionelles“ Vorgehen ohne geplanten Ablauf. Dies gehe aus den verwendeten Werkzeugen wie Kanaldeckeln, Steinen oder Äxten sowie den Tatabläufen hervor.

Betroffen sind zumeist kleinere bis mittlere Betriebe, aber auch Top-Juweliere in 1A-Lagen, die Taten werden meist nachts und am Wochenende begangen.

Oftmals bleiben die versuchten Einbruchdiebstähle aufgrund der hohen Sicherheitsstandards bei Juwelieren, Schmuck- und Uhrenfachgeschäften erfolglos. Die Sachschäden an Schaufenstern, Türen und Fassaden seien jedoch trotzdem oft erheblich.

Dünkelmann: „Die Branche hat die letzten Jahrzehnte in Sachen Sicherheit kontinuierlich aufgerüstet. Bei der derzeit erhöhten Gefährdungslage müssen wir trotzdem reagieren – auch um eine Beeinträchtigung des so wichtigen Saisongeschäfts zu vermeiden.

Tags : BVJCoronaDr. Wirth & Co.DünkelmannKriminalität
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

1 Comment

  1. Dann bitte ich mal um die Zahlen des BVJ und von Dr. Wirth bezgl. Kriminalität in der Branche in diesem Jahr und bin sehr gespannt!!!!!

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