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Bunter Elektronikschrott für’s Handgelenk – mit ernsthaften Absichten

Garbage

Das Designteam von Vollebak stützt sich stark auf Wissenschaft und Technologie und kreiert Stücke aus Materialien, an deren Verwendung die meisten nie gedacht hätten. Dazu gehört auch die weltweit erste Graphenjacke, die aus einem Super-Material besteht, dass von Nobelpreisträgern entdeckt wurde und Graphen heißt.

Nun hat das Unternehmen Volleback, das 2016 von den Brüder Nick und Steve Tidball gegründet wurde, eine Uhr aus Elektronikschrott erschaffen: die „Garbage Watch“ – ein Zeitmesser aus Müll.

Dabei ist für Vollebak der größte Teil der 50 Millionen Tonnen Elektronikschrott, die jedes Jahr anfallen, gar kein Müll. Denn der sogenannte Schrott enthält viele der Edelmetalle wie Silber, Platin, Kupfer, Nickel, Kobalt, Aluminium und Zink. So befinden sich beispielsweise sieben Prozent des weltweiten Goldes im Elektroschrott.

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„Um zu vermeiden, dass unser Planet zerstört wird, müssen wir herausfinden, wie wir das bereits vorhandene Material wiederverwenden können“, so lautet der Grundgedanke von Vollebak. „Unsere ‚Garbage Watch‘ begann also mit einer sehr einfachen Idee. Was ist, wenn Müll kein Müll ist? Was ist, wenn es sich einfach um vormontierte Rohstoffe handelt, aus denen wir neue Dinge herstellen können?“

Und hatte alles, was man an der „Garbag Watch“ sieht, eine Leben davor – als Motherboard, als Mikrochip oder Fernsehkabel.

Die „Garbage Watch“ steht für das Überdenken der herkömmlichen Lieferketten, bei denen wertvolle, vormontierte Rohstoffe nicht am Lebensende eine Produktes auf dem Müll landen, sondern in neuen Produkten.

2021 soll die „Garbage Wach“ auf den Markt kommen, die Warteliste ist aber bereits jetzt geöffnet.

Enstehen werden bunte Zeitmesser, die alle aufgrund ihrer Entstehung auch Unikate sein werden.

„Wir haben mit der Garbage Watch einen ‚Inside-Out‘-Designansatz gewählt, der das funktionale Innenleben ähnlich wie das Centre Pompidou gut sichtbar macht. Unser Ziel war es, ein oft unsichtbares und gefährliches Ende der Lieferkette neu zu gestalten und die Menschen dazu zu bringen, ernsthaft über die Auswirkungen einer Einwegbehandlung ihrer Dinge nachzudenken“, so Nick Tidball.

Tags : Garbage WatchGraphenjacke.TidballVollebak
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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