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Breguet präsentiert die „Subkriptionsuhr No. 383“ von 1798 in Düsseldorfer Boutique

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Nach der Französischen Revolution kehrte A.-L. Breguet 1795 nach Paris in sein Atelier am Quai de l´Horloge zurück. Als erste Maßnahme setzte er sich zum Ziel, eine neue Zielgruppe zu erobern.

So entwarf er eine Uhr, die durch ihre absolute Schlichtheit, aber auch durch höchste Zuverlässigkeit überzeugte und dennoch für die Kundschaft erschwinglich war, die sogenannte Subskriptionsuhr.

Der einfache Taschenuhrtyp hat einen relativ großen Durchmesser (61 Millimeter), nur einen Zeiger, ein Emaille-Zifferblatt und ein besonders einfaches Uhrwerk mit einem großen, zentralen Federhaus.

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Dabei hat der Begriff Subskription nichts mit der Uhr als solche zu tun, sondern mit der Art des Verkaufs. Es handelt sich dabei um ein Vorabverkaufsverfahren. Und so galt auch für die „No. 383“, dass bei der Bestellung ein Viertel des Kaufpreises fällig war und der Restbetrag bei der Lieferung.

Die 1797 mit Hilfe eines Werbeprospekts in die Wege geleitete Vermarktung dieser Uhren war erfolgreich und zog eine neue Kundschaft an. Es wurden etwa 700 Exemplare mit goldenem oder silbernen Gehäuse gefertigt. Einige Uhren hatten einen kleineren Durchmesser (ungefähr 40 Millimeter). Abraham-Louis Breguet verwendete das Kaliber der Subskriptionsuhr zudem für die Herstellung seiner ersten Tastuhren.

Am 26. November 1798 wurde die Subkriptionsuhr No. 383 an Monsieur Bergeront verkauft.

Heute liegt dieses besondere Stück im Breguet Museum in Paris, welches sich über der allerersten Breguet Boutique weltweit am Place Vendôme in Paris befindet.

Dieses beherbergt etwa 100 edle Exponate, von den über 200 Objekten, die sich im Besitz des Hauses Breguet befinden.

Noch bis zum 31. Oktober wird die Subskriptionsuhr No. 383 in der Breguet Boutique in Düsseldorf ausgestellt.

Das Zifferblatt der Subskriptionsuhr schmückten übrigens bereits die bekannten Breguetziffern: Ende des 18. Jahrhunderts entwarf Abraham-Louis Breguet zarte und elegante arabische Ziffern. Die „Breguetziffern“ brachen mit den damals geltenden Regeln in der Uhrenbranche und gehören auch heute noch zur Welt der Horlogerie. Auch die berühmten Breguetzeiger stammen aus dieser Zeit: um 1783 entwarf Abraham-Louis Breguet die schlanken Zeiger mit leicht exzentrisch durchbrochener „Pomme“-Spitze, welche die Lesbarkeit des Zifferblatts verbessern sollten.

Die Subskriptionsuhr stellt außerdem die Inspirationsquelle für die spätere Kollektion „Tradition“, die in diesem Jahr um die Modelle „7038“ und „7097“ ergänzte.

Tags : breguetSubkriptionsuhrswatch group
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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