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Brancheninterview: Wilhelm Schmid: „Was die Zukunft angeht, sind wir entschlossen und zuversichtlich.“

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Das Jahr 2020 sucht seinesgleichen. Die Corona-Pandemie hat die Welt und in Atem gehalten, und auch 2021 wird nicht minder herausfordernd werden.

Was hat 2020 für die Uhren- und Schmuckbranche bedeutet, was kommt 2021 auf sie zu? Wilhelm Schmid, CEO Lange Uhren GmbH, hat Anfang Dezember im Gespräch mit WatchPro seine Gedanken dazu formuliert.

WatchPro: Wie hat 2020 die Uhrenbranche verändert? Wie hat sich A. Lange & Söhne im Corona-Jahr verändert?

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Wilhelm Schmid: Die Pandemie gehört zu den großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Lockdowns, Reisebeschränkungen und ausgefallene Messen treiben uns an, kreative Lösungen zu finden. Dabei rückt der Mensch in den Mittelpunkt. Wir achten mehr als sonst darauf, dass es den Mitarbeitern, den Kunden und der Manufaktur gut geht.

Was uns betrifft, freue ich mich, dass in diesem Jahr, in dem wir das 175-jährige Bestehen der Glashütter Feinuhrmacherei feiern, das Interesse an unseren Uhren nicht nachgelassen hat.

WatchPro: Digitalisierung war eines der großen Themen in 2020. Inwiefern auch für A. Lange & Söhne?

Wilhelm Schmid: Digitalisierung war bei uns schon vorher ein wichtiges Thema, was uns jetzt zu Gute kam. Wir haben regelmäßig digitale Meetings, um miteinander und mit unseren Kunden in Kontakt zu bleiben.

Wir haben acht neue Modelle digital präsentiert, und wir arbeiten an neuen Wegen der Vermarktung.

WatchPro: Welches werden Ihrer Meinung nach die großen Themen 2021 sein, für A. Lange & Söhne, den Juwelier und für die gesamte Branche?

Wilhelm Schmid: Die Digitalisierung wird die Branche auch im nächsten Jahr beschäftigen. Dabei werden wir alles andere, was für uns wichtig sind, nicht vernachlässigen.

Die Pflege der Uhrmacherkunst, die Entwicklung spannender Zeitmesser und der Ausbau unseres weltweiten Retail-Netzwerks bleiben unsere Prioritäten.

WatchPro: Warum kann und sollte man mit Optimismus auf das Uhrenjahr 2021 blicken, was können wir diesbezüglich von A. Lange & Söhne erwarten?

Wilhelm Schmid: Was die Zukunft angeht, sind wir entschlossen und zuversichtlich.

Wir haben hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter, bei denen der typische Lange-Pioniergeist sehr lebendig ist.

Und wir haben 2020 genutzt, um bereit zu sein, wenn die Konjunktur wieder anzieht.

Tags : CoronaDigitalisierungglashutteLange & Söhnewilhelm schmid
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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