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Brancheninterview: Stéphane Waser: „Die Konsumgewohnheiten haben sich größtenteils verändert.“

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Das Jahr 2020 sucht seinesgleichen. Die Corona-Pandemie hat die Welt und in Atem gehalten, und auch 2021 wird nicht minder herausfordernd werden.

Was hat 2020 für die Uhren- und Schmuckbranche bedeutet, was kommt 2021 auf sie zu? Stéphane Waser, Managing Director von Maurice Lacroix, hat Anfang Dezember im Gespräch mit WatchPro seine Gedanken dazu formuliert.

WatchPro: Wie hat 2020 die Uhrenbranche verändert? Wie hat sich Maurice Lacroix im Corona-Jahr verändert?

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Stéphane Waser: Das Jahr hat vielen in der Branche gezeigt, wie wichtig es ist, viel stärker auf Digitalisierung zu setzen. Als Händler beispielsweise durch das Anbieten der Produkte über einen eigenen Onlineshop oder durch die aktive Kommunikation über Social Media.

Als Hersteller musste man nach digitalen Alternativen suchen, falls eine physische Präsentation der Neuheiten nicht möglich war oder auch ganz allgemein den Austausch mit Geschäftspartnern oder Medien über Videokonferenzen stattfinden lassen.

Auch für uns spielte die Digitalisierung in diesem Jahr eine wichtige Rolle. Wir setzen auf die verstärkte Nutzung unserer bestehenden Online-Kommunikationskanäle – intern, als auch extern.

WatchPro: Inwiefern war die Digitalisierung für Maurice Lacroix im letzten Jahr ein Thema?

Stéphane Waser: Da einige Produkte leider nicht physisch vorgestellt werden konnten, haben wir uns im Frühjahr dazu entschieden, diese digital mittels Videobotschaft in verschiedenen Märkten zu präsentieren. Die Resonanz diesbezüglich war sehr gut. Sie gab uns neue Impulse für die Zukunft.

Zudem haben wir beispielsweise unsere Außendienstmitarbeiter mit digitalen Verkaufstrainings geschult, um weiterhin die Kontakte und Beziehung zu den Händlern in den einzelnen Märkten pflegen zu können.

WatchPro: Welches werden Ihrer Meinung nach die großen Themen 2021 sein, für Maurice Lacroix, den Juwelier und für die gesamte Branche?

Stéphane Waser: Die Konsumgewohnheiten haben sich größtenteils verändert, daher ist es wichtig, immer mehr mit den Verbrauchern online zu kommunizieren, wichtige Informationen digital zur Verfügung zu stellen und vielleicht auch ein Stück weit die Produkte online erlebbar zu machen.

Watchpro: Warum kann und sollte man mit Optimismus auf das Uhrenjahr 2021 blicken, was können wir diesbezüglich von Maurice Lacroix erwarten?

Stéphane Waser: Auch im nächsten Jahr planen wir neben der Präsentation aufregender Produktneuheiten, die wir auf unterschiedlichen Events physisch oder digital vorstellen, unsere erfolgreiche Friend-of-the-brand Strategie fortzuführen und damit den weltweiten Freundeskreis der Marke um großartige, junge Talente aus den Bereichen Sport, Kunst, Musik, Mode et cetera weiter auszubauen.

Darüber hinaus werden wir die Urbanität unserer Marke durch Sponsoring-Partnerschaften, wie beispielsweise mit dem Berlin Marathon oder Mahindra Racing, verstärken.

 

Tags : CoronaDigitalisierungLockdownmaurice lacroixstephane waser
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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