close

Brancheninterview: Matthias Stotz: „Für uns alle in der Branche heißt das große Thema Flexibilität.“

stotz

Das Jahr 2020 sucht seinesgleichen. Die Corona-Pandemie hat die Welt und in Atem gehalten, und auch 2021 wird nicht minder herausfordernd werden.

Was hat 2020 für die Uhren- und Schmuckbranche bedeutet, was kommt 2021 auf sie zu? Matthias Stotz, CEO von Junghans, hat Anfang Dezember im Gespräch mit WatchPro seine Gedanken dazu formuliert.

WatchPro: Wie hat 2020 die Uhrenbranche verändert? Wie hat sich Junghans im Corona-Jahr verändert?

Story continues below
Advertisement

Matthias Stotz: Insgesamt ist die Uhren- und Schmuckbranche etwas weniger stark digitalisiert gewesen als andere Branchen. Somit war dies für die Uhrenbranche bestimmt ein hartes Jahr, denn auf die Veränderung musste extrem schnell reagiert warden. Die digitalen Umsätze wurden stärker, und dies war für manchen Händler sehr besorgniserregend.

Am Ende hat sich aber gezeigt, dass bestehende Handelsstrukturen, auch in kleineren Städten, durchaus von der Digitalisierung profitiert haben. Somit konnten wir alle in diesem Corona-Jahr vieles dazulernen und haben vielleicht für die Zukunft gute Voraussetzungen geschaffen.

WatchPro: Inwiefern war die Digitalisierung auch für Junghans einer der großen Themen in 2020?

Matthias Stotz: Wir haben nicht nur in die digitale Kommunikation zum Endkunden hin investiert, sondern auch für den Fachhandel. So haben wir beispielsweise ein Kurzschulungskonzept entwickelt, mit dem der Regionalleiter den Kunden sowohl analog als auch virtuell schulen kann.

Da wir unsere internationalen Partner nicht persönlich treffen konnten, haben wir schon früh begonnen einen virtuellen Markenraum zu schaffen, in dem wir die Planung für das kommende Jubiläumsjahr 2021 besprechen konnten.

WatchPro: Welches werden Ihrer Meinung nach die großen Themen 2021 sein, für Junghans und für die gesamte Branche?

Matthias Stotz: Für Junghans ganz speziell steht unser 160-jähriges Firmenjubiläum 2021 im Fokus.

Für uns alle in der Branche heißt das große Thema Flexibilität beziehungsweise Anpassungsfähigkeit, denn wir wissen alle nicht, was auf uns zukommt. Bei aller Flexibilität muss man authentisch bleiben, denn das unterscheidet echte Marken von anderen. Das Wichtigste ist aber, dass man neben der Veränderung den guten Kontakt zu seinen Kunden aufrechterhält, um gemeinsam die Herausforderungen zu meistern.

WatchPro: Warum kann und sollte man mit Optimismus auf das Uhrenjahr 2021 blicken, was können wir diesbezüglich von Junghans erwarten?

Matthias Stotz: Wir blicken zuversichtlich in das Jahr 2021. Dies gründet zum einen auf unseren stabilen Partnerschaften, auf die wir in 2020 stolz sein konnten.

Zum anderen haben wir 2021 einen sportlichen Auftakt als offizieller Timing Partner der FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaften, die in Oberstdorf stattfinden. Um dies mit Elan einzuleiten, werden wir noch im Dezember ein limitiertes Uhrenmodell vorstellen.

Und einen Tag bevor die Inhorgenta am 15. April ihre Tore öffnet, beginnt unser 160. Jubiläumsjahr. Hierfür haben wir ganz besondere Modelle kreiert, die sowohl dem Fachhandel als auch uns ein erfolgreiches Uhrenjahr ermöglichen.

Tags : CoronajunghansschrambergStotz
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

Leave a Response