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Brancheninterview: Lothar Schmidt: „Als der erste Lockdown ausgerufen wurde, hatten wir Plan B und C und so weiter erarbeitet.“

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Das Jahr 2020 sucht seinesgleichen. Die Corona-Pandemie hat die Welt und in Atem gehalten, und auch 2021 wird nicht minder herausfordernd werden.

Was hat 2020 für die Uhren- und Schmuckbranche bedeutet, was kommt 2021 auf sie zu? Lothar Schmidt, CEO Sinn Sepzialuhren, hat Anfang Dezember im Gespräch mit WatchPro seine Gedanken dazu formuliert.

WatchPro: Wie hat 2020 die Uhrenbranche verändert?

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Lothar Schmidt: 2020 haben die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in der Uhrenbranche eher Veränderungen angestoßen. Speziell die Vertriebswege wird man auf den Prüfstand stellen.

Man wird um gewisse Direktvertriebswege nicht herumkommen. Einhergehend damit wird die Digitalisierung auch bei den konservativsten Unternehmen der Uhrenbranche beschleunigt voranschreiten.

WatchPro: Wie hat sich SINN im Corona-Jahr verändert?

Lothar Schmidt: Ehrlich gesagt nicht so viel. Aber als bundesweit im März 2020 der erste Lockdown ausgerufen wurde, hatten wir Plan B und C und so weiter erarbeitet – für alle Fälle. Glücklicherweise mußten wir keinen der erarbeiteten Notfallpläne aus der Schublade ziehen.

Allerdings wurde die Möglichkeit des Homeoffice für einige Mitarbeiter geschaffen.

WatchPro: Digitalisierung war eines der großen Themen in 2020. Inwiefern auch für SINN?

Lothar Schmidt: Die Digitalisierung der Abläufe war bei uns schon lange vor der Pandemie in Arbeit. Die Pandemie hat uns eher deren Wichtigkeit bestätigt. Im Übrigen ist eine Digitalisierung ein ständig laufender Prozeß bei dem Stillstand Rückschritt bedeutet.

WatchPro: Welches werden Ihrer Meinung nach die großen Themen 2021 sein, für SINN, den Juwelier und für die gesamte Branche?

Lothar Schmidt: Das Unternehmen SINN feiert 2021 sein 60-jähriges Jubiläum, und es ist Kontinuität angesagt. Das heißt für uns dem Kunden weiterhin innovative und funktionale Uhren in herausragender Qualität und Formschönheit anzubieten. Made in Germany eben!

Die Uhrenbranche allgemein wird gut daran tun, sich den Herausforderungen zusätzlicher neuer Vertriebswege zu stellen.

WatchPro: Warum kann und sollte man mit Optimismus auf das Uhrenjahr 2021 blicken, was können wir diesbezüglich von SINN erwarten?

Lothar Schmidt: Optimismus ist immer wichtig, denn er stärkt Mut, Wille und die Freude an der Arbeit. All dies wird für die Durchsetzung der anstehenden Veränderungen nötig sein.

Wir bei SINN, feiern unser 60-jähriges Firmenjubiläum. Das alleine ist ein wunderbarer Grund optimistisch in die Zukunft zu schauen und sich auf das Uhrenjahr 2021 zu freuen!

 

Tags : CoronaLothar SchmidtsinnSinn Spezialuhren
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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