Home Galerien

Auktion einer Uhr mit Motiv zur Niederschlagung des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens gestoppt

0

1989 war ein bedeutsames Jahr in der Weltpolitik, in dem die Berliner Mauer fiel, die Sowjetunion zusammenbrach und in China eine Demokratiebewegung aufblühte, die am 4. Juni auf dem Tian’anmen-Platz, dem Platz des Himmlischen Friedens, ihr blutiges Ende fand.

Die Welt sah entsetzt zu, wie schwer bewaffnete Truppen einmarschierten. Das wohl berühmteste Bild des Tian’anmen-Massaker ist das eines einzelnen Studenten, der versucht einen Panzer aufzuhalten.

Angesichts dieser Tragödie war es umstritten, dass das britische Auktionshaus Fellows eine Uhr anbot, die an ein Mitglied der chinesischen Volksbefreiungsarmee übergeben worden war, die an der Niederschlagung des Protests beteiligt war.

Advertisement

Nach den Protesten wurden Truppen vom Komitee der Kommunistischen Partei Peking und der Stadtregierung Pekings Uhren überreicht. Eine davon war die, die Fellows versteigern wollte. Sie trägt die Aufschrift „89.6 zum Gedenken an die Unterdrückung der Rebellion“ und hat einen Schätzpreis von 2.500 bis 3.500 Pfund.

Das Auktionshaus zog das Angebot jedoch im April zurück, nachdem in den sozialen Medien Drohungen gegen seinen Besitzer ausgesprochen worden waren.

„Bei der Übergabe dieses Artikels an die Auktion hat unser Team umfangreiche Nachforschungen angestellt, um die Herkunft dieses Artikels zu überprüfen. Nach unserem besten Wissen ist der Anbieter weder mit der PLA noch mit der chinesischen Regierung verbunden“, heißt es in einer Erklärung von Fellows.

Es ist nicht illegal, Gegenstände zu verkaufen, die sich auf entsetzliche Ereignisse in der Geschichte beziehen, es ist auch in Deutschland nicht verboten, zum Beispiel Nazi-Erinnerungsstücke zu verkaufen, betont Fellows.

„Als Auktionshaus verkaufen wir oft Gegenstände mit Geschichte“, sagt Fellows. „Wir haben geglaubt, dass dieser Artikel von internationalem Interesse ist. Es war eine Erinnerung an die Ereignisse im Juni 1989. Es ist nicht unsere Aufgabe, Kommentare zu Ereignissen der Vergangenheit abzugeben. Es ist wichtig, dass wir historische Ereignisse beleuchten und respektvoll und unvoreingenommen darüber berichten “, betont Fellows.

 

 

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here