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Apple stellt neue Riesen-Uhr vor

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Vor 900 geladenen Gästen wurden gestern die neusten Gadgets von Apple vorgestellt. Und gleich als erstes präsentierte Konzernchef Tim Cook die Apple Watch Ultra. Und bei deren Beschreibung geizt das Unternehmen aus Cupertino in Kalifornien nicht nur beim Namen nicht mit Superlativen: inspiriert von extremsten Aktivitäten, revolutionäres Design und bahnbrechende Funktionen werden versprochen.

Mit Saphirglas und einem Gehäuse aus Titan kommt der Computer fürs Handgelenk zumindest materiell den Ansprüchen echter Uhren in ihrer Preisklasse (UVP ab 999 €) schon näher. In optischer Hinsicht sind es immer noch zwei Welten, die zum Beispiel Garmin mit der Kollektion „MARQ“ – um in der Preisklasse zu bleiben – wesentlich stilvoller vereinen kann.

Die beiden ebenfalls gestern vorgestellten neuen Modelle der Series 8 und das überarbeitete Sparmodell Apple Watch SE müssen nach wie vor mit Aluminium – immerhin zu 100 Prozent recycelt – beim Gehäuse begnügen. Mit UVPs, die bei 499 beziehungsweise 299 € beginnen, sind sie aber auch wesentlich günstiger.

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Star des gestrigen Abends aber war die neue Apple Watch Ultra, welche das bislang größte und hellste Display sowie die beste Batterielaufzeit (36 Stunden bei normaler Verwendung) einer Apple-Uhr bietet. Zudem gibt es eine neue Stromspareinstellung, um die Batterielaufzeit auf bis zu 60 Stunden zu verlängern.

Das neu entwickelte Display im 49-Millimeter-Gehäuse ist zwar nichts für schmale Handgelenke, bietet dafür aber „Platz für bis zu acht Komplikationen“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Tech-Gigant nähert sich also auch sprachlich der traditionellen Uhrenwelt an.

Der neue Action Button in Orange lässt sich dabei anpassen, um sofortigen Zugang auf bestimmte Funktionen zu bieten, wie Trainings, Kompass Waypoints, Kompass Backtrack und so weiter. Die Apple Watch Ultra verfügt zudem über drei integrierte Mikrofone, um die Klangqualität von Telefonaten unter allen Bedingungen deutlich zu verbessern, indem zum Beispiel gleichzeitig die Stimme erfasst und Umgebungsgeräusche reduziert werden können.

Apple richtet sich mit dem neuen Modell an Luxuskunden, zudem soll die Uhr Extremsportlern eine echte Option im Apple-Universum bieten.

So hält sie etwa Temperaturen von -20 bis 55 Grad Celsius stand. Die neue Ultra besitzt außerdem die Zertifizierung nach den MIL-STD-810H-Kriterien, die für militärisches Gerät und auch häufig von Herstellern robuster Ausrüstung verwendet werden. Getestet wurde in Bezug auf niedrigen Luftdruck (Höhe), hohe Temperaturen, niedrige Temperaturen, Temperaturschock, Flüssigkeitskontamination, Regen, Feuchtigkeit, Untertauchen, Sand und Staub, Einfrieren/Auftauen, Eis/Eisregen, Schock, Vibration und mehr.

Zudem ist die „Apple Watch Ultra“ nach EN 13319 zertifiziert – einem internationalen Standard für Tauchzubehör und Tiefenmesser fürs Sporttauchen – und soll bis zu 40 Meter wasserdicht sein.

Zusätzliche Funktionen

Die Apple Watch Ultra bietet alle von ihren Vorgängerinnen bekannten Verbindungs-, Aktivitäts- und Gesundheitsfunktionen – von den Herzfrequenz, EKG und Blutsauerstoff Apps bis zu Aktivitätsringen und der Achtsamkeit App und zusätzliche Gesundheits-, Sicherheits- und Navigationsfeatures.

Neu ist unter anderem die Temperaturerkennung, die weitere Informationen für die Frauengesundheit bietet. Mit dieser Funktionen können Nutzerinnen rückblickende Schätzungen des Eisprungs erhalten, was bei der Familienplanung hilfreich sein kann, so Apple. Die Temperaturerkennung ermöglicht zudem eine verbesserte Vorhersage der Periode.

Mit zwei neuen Bewegungssensoren und einem Sensor-Fusion-Algorithmus kann die Apple Watch jetzt mit der Unfallerkennung schwere Autounfälle erkennen. Ist dies der Fall, bewertet die App den Zustand des Trägers und wählt den Notruf, falls nach einem zehnsekündigen Countdown keine Reaktion kommt. Die Rettungskräfte erhalten den Standort des Gerätes, welcher auch mit den Notfallkontakten geteilt wird.

Die Apple Watch Ultra und die Umwelt

Sie ist die erste Uhr von Apple, die recyceltes Gold in mehreren ihrer Leiterplatten verwendet. In all ihren Magneten kommen zu 100 Prozent recycelte Seltene Erden-Metalle zum Einsatz und auch das Wolfram in der Taptic Engin ist zu 100 Prozent recycelt. Das Glas des Displays ist frei von Arsen und die gesamte Apple Watch Ultra enthält weder Quecksilber, BFR, PVC noch Beryllium.

Die Verpackung der Apple Watch hat keine Kunststofffolie und besteht zu mindestens 98 Prozent aus Fasermaterial. Dadurch kommt Apple seinem Ziel näher, bis 2025 vollständig auf Kunststoff in seinen Verpackungen zu verzichten.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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