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Angelus baut goldene Brücken

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2012 kauften die japanische Citizen-Gruppe den Werkehersteller La Joux-Perret, zu dem auch die Luxusmarken Angelus gehört, die 2015 zu neuem Leben erweckt wurde.

Ein aktuelles Ergebnis dieser Wiederbelebung ist die „Gold & Carbon Flying Tourbillon“, das nicht nur aufgrund ihrer Materialien und strengen Limitierung auf 18 Exemplare etwas Besonderes ist.

Die Sportuhr mit fliegendem Tourbillon besteht aus Carbonverbundwerkstoff und Rotgold und besitzt ein Gehäuse mit 42,5 Millimetern Durchmesser. Das Kaliber A-250 mit seinen erhabenen Brücken im Relief verleiht ihr ein dreidimensionales und skelettiertes Aussehen.

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Die „Gold & Carbon Flying Tourbillon“ steht am Anfang einer neuen Generation von Angelus-Gehäusen mit kantiger Linienführung. Die Krone aus Rotgold mit großer Kerbung wurde mit einer Einlage aus Kautschuk ausgestattet, die für eine bessere Griffigkeit sorgt. Sie wird durch eine asymmetrische Schulter als Verlängerung der Bandanstöße geschützt. Die gezackte Lünette besitzt leichte, angewinkelte Einkerbungen – ein klassisches Merkmal von Angelus.

Das skelettierte Uhrwerk mit dem fliegendem Tourbillon A-250 und 90 Stunden Gangreserve wurde in einen Behälter aus extrem hartem und ultraleichtem Carbonverbundwerkstoff gefasst. Der Behälter ist in das Gehäusemittelteil aus 18-karätigem 5N-Rotgold eingelassen, das eine andere Art der Skelettierung aufweist.

Es ist durchbrochen und gewehrt den ungehinderten Blick auf das ebenfalls durchbrochene Uhrwerk. Vollendet wird dieses Ensemble durch das austauschbare Armband aus schwarzem, ballistischem Kautschuk mit einer Faltschließe aus Rotgold und Titan.

Das charakteristische Aussehen erhält die zifferblattlose „Gold & Carbon Flying Tourbillon“ durch ihre Brücken. Die Platine des Kalibers A-250 besteht aus schwarzem geflochtenem Carbonverbundwerkstoff. Dies hebt die Brücken, die aus 18-karätigem Rotgold bestehen, kontrastierend in den Vordergrund. Dieser Eindruck wird verstärkt durch das Volumen: Mit ihrer Gestaltung im Relief sind sie über dem Carbon angebracht.

Die Brücken wurden ebenso wie die Schenkel der Zahnräder kunstvoll durchbrochen. Diese Skelettierung soll nicht nur das Gewicht am Handgelenk reduzieren, sondern auch für eine ästhetische Leichtigkeit sorgen.

Das Tourbillon spielt natürlich die funktionale Hauptrolle. Es befindet sich bei 6 Uhr, direkt neben einer Brücke, die jedoch nicht das Tourbillon, sondern das erste Rad des Räderwerks stützt. Das Tourbillon wird lediglich von unten gehalten – Wesensmerkmal eines fliegenden Tourbillons. Es ist direkt in der Carbon-Platine verankert, die hier durchbrochen ist, um einen transparenten Effekt zu erzeugen und so das Schweben sowie die Drehung des Tourbillons in Szene zu setzen.

Auch die im Inneren schwingende Unruh ist von jeglicher Schwere befreit: Anders als die meisten anderen Unruhen ist sie kein Ring, sondern ein nicht kreisförmiges Schwungrad, das beschnitten wurde. So ist sie angesichts des Luftwiderstands effizienter, leichter und erhöht noch die chronometrische Leistung.

Der UVP beträgt 68.900 CHF.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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