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Ab heute ist in Berlin ein negativer Coronatest für das Einkaufen erforderlich

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Das gilt auch für Friseurbesuche und Museen, jedoch nicht für sogenannte systemrelevante Handelsstrukturen wie Supermärkte, Apotheken oder Drogerien, die auch während des Lockdowns immer geöffnet waren.

Damit weicht Berlin von der Einigung zwischen Bund und Ländern von Anfang März auf eine sogenannte Notbremse ab. Denn dann hätten die Lockerungen wieder zurückgenommen werden müssen, da Berlin mit einer Inzidenz von über 140 längst über der Schwelle liegt, bei der die Notbremse inklusive Schließung des Einzelhandels gezogen werden soll.

Der Handelsverband HDE übt jedoch aus einem anderen Grund Kritik. „Grundsätzlich ist es gut, dass die Politik Maßnahmen sucht, die nicht mehr nur in Richtung eines tumben, völligen Lockdowns mit der Schließung des gesamten Nicht-Lebensmittelhandels gehen“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen aufpassen, dass nicht über eine faktisch unmögliche Testregelung für viele Händler eine in ihren Auswirkungen einem Lockdown ähnliche Situation entsteht.“

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Zum einen müsse vorher sichergestellt sein, dass die Testkapazitäten in den Testcentern ausreichend und auch schnell verfügbar seien. Zum anderen stelle sich die Frage, wer die Tests beim Einkauf auf ihre Echtheit überprüfen solle. „Die Einzelhändler wären dabei sicherlich personell und fachlich meistens überfordert“, so Genth.

Ob und wie der größte Handelsverband Deutschlands in diesem Punkt dem Handel und seinen Mitgliedern Unterstützung anbietet, sagte er nicht. Auch sind keine Vorschläge seitens des HDE für vereinfachte Test-Prozedere bekannt.

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