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A. Lange & Söhne steigt in den Markt mit Edelstahluhren ein

Lande_Edelstahl

Mit der „St. Moritz“ brachte die Luxusmarke Chopard bereits 1980 eine sportliche Edelstahluhr erfolgreich auf den Markt, gebrauchte Edelstahl-Modelle von Rolex erzielen Höchstpreise und Patek Philippe beschränkt trotz großer Nachfrage bewusst die Produktion von Stahluhren.

Dies sind nur einige Beispiele für das Erfolgs-Trio Uhr, Luxus, Edelstahl. Nun mischt A. Lange & Söhne in diesem Markt mit.

„Odysseus“ ist die sechste Uhrenfamilie von A. Lange & Söhne

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Auch wenn das neue Familienmitglied nach einem Helden der griechischen Mythologie benannt ist, der vor allem für seine zehnjährige Irrfahrt bekannt ist, ist nicht davon auszugehen, dass die Glashütter Uhrenmaufaktur ebenfalls ein Jahrzehnt benötigen wird, um erfolgreich im Markt der Luxus-Sportuhren aus Edelstahl Fuß zu fassen.

Mit einem Preis von 28.000 € macht die Marke dabei sofort klar, dass sie hier in den oberen Gefilden oberhalb von Rolex antritt – welche den Hype um Luxussportuhren aus Edelstahl derzeit weltweit beflügelt.

Für ihren ersten in Serie hergestellten Zeitmesser aus Edelstahl entwickelten die sächsischen Uhrmacher ein maßgeschneidertes Automatikuhrwerk mit großer Wochentags-und Datumsanzeige.

Das markante Design des 40,5 Millimeter großen und 11,1 Millimeter hohen Edelstahlgehäuses mit integriertem Edelstahlband greift traditionelle Markenelemente auf und interpretiert sie neu. Die speziell abgedichteten Drücker zur Korrektur von Datum und Wochentag befinden sich bei 2 und 4 Uhr und sind keilförmig gestaltet. Als erste Lange-Uhr besitzt die „Odysseus“ ein bis zwölf Bar wasserdichtes Gehäuse mit einer verschraubten Krone.

Neues Manufakturkaliber

Das L155.1 DATOMATIC kombiniert Datumsmechanismus und automatischen Aufzug. Mit einem Durchmesser von 32,9 Millimetern füllt das durch den Saphirglasboden sichtbare Uhrwerk das Gehäuse vollständig aus. Es verfügt über einen einseitig aufziehenden Zentralrotor mit einer Schwungmasse aus Platin. Das Werk hat eine Gangreserve von 50 Stunden und eine Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.

Die neu gestaltete Unruh wird mit vier versenkten Schrauben reguliert, die bündig mit der Außenseite des Unruhreifs abschließen. Dank dieser Konstruktion kommt es trotz höherer Frequenz zu weniger Verwirbelungen. Der minimierte Luftwiderstand wirkt sich zusammen mit der freischwingenden Unruhspirale aus eigener Fertigung positiv auf die Ganggenauigkeit und die Energieeffizienz des Uhrwerks aus.

 

 

Tags : EdelstahluhrLange & SöhneOdysseusSportuhren
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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