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3 Fragen an … Michel Herbelin GmbH: „Die authentische und hochwertige Uhr ist im (Fach-)Handel wieder gefragt.“

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Nach fast zwei Jahren Pandemie hat die Welt eine lange Wegstrecke voller Aufs und Abs, Hoffnung und Enttäuschung, beschleunigter Entwicklungen und neuer Herausforderungen zurückgelegt. Nun liegt hoffentlich der Endspurt in Sachen Corona vor uns.

Wie haben Hersteller und Juweliere diese Zeit erlebt und wie sieht ihr Blick in die Zukunft aus? Mit drei Fragen werfen wir gemeinsam einen Blick zurück und nach vorn. Dieses Mal mit Egbert Klapper, Managing Director Michel Herbelin GmbH.

WatchPro: Welche Schulnote geben Sie dem Uhrenjahr 2021?

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Egbert Klapper: Ich gebe eine 3 +. Das erste Halbjahr war Lockdown bedingt zum Vergessen, dann aber entwickelte sich das zweite Halbjahr grandios gut.

WatchPro: Welche aktuelle Entwicklung in der Uhrenbranche beurteilen Sie als positiv und lässt Sie optimistisch in die Zukunft blicken?

Egbert Klapper: Die authentische und hochwertige Uhr ist im (Fach-)Handel wieder gefragt, und der mittelständische Fachhandel selber hat sich in den vergangenen Jahren gut konsolidiert.

„Die Endverbraucher konsumieren wieder stärker in der Mittelpreis- und Hochpreislage, und dieser Trend stärkt auch den Fachhandel.“

Michel Herbelin als konzernunabhängige Marke profitiert mit seinem attraktiven Produktportfolio sehr stark von diesem Trend.

WatchPro: Welches wird für Sie die größte Herausforderung im kommenden Jahr sein?

Egbert Klapper: Die größte Herausforderung liegt meines Erachtens in der anhaltenden Pandemie und ihren Begleiterscheinungen. Zu nennen Sie hier 2G im Handel, rückläufige Frequenzen in den Einkaufsstraßen und die anhaltende und andauernde Verunsicherung der Bürger.

Diese Effekte werden in den klassischen Toplagen des Einzelhandels in Großstädten sowie in den von hohen Frequenzen lebenden Einkaufszentren am stärksten ausgeprägt sein.


3 Fragen an …

… Sternglas: „Mit Sale ist es wie mit Alkohol.“

… Handelsverband der Juweliere (BVJ): „Guerilla-Qualitäten sind gefordert.“

… Chrono24: „Die gesamte Branche wird sicher weiter um Marktanteile zwischen den Brands kämpfen.“

… Tutima Glashütte: „Wir als Uhrenhersteller spüren einen neuen Sinn für Nachhaltigkeit und Wertschätzung von Qualität.“

… Breitling Deutschland: „Bedingt durch die Pandemie hatten auch wir einen schwierigen Start.“

… Citizen Watch Europe: „Der Uhrenmarkt befindet sich in der Phase der Erholung.“

… Junghans: „Die größte Herausforderung sehe ich in der Stabilisierung des stationären Fachhandels.“

TAG Heuer: „Wir haben eine hohe Nachfrage im Markt, und dem gegenüber steht die eingeschränkte Lieferung an Waren und Gütern.“

… Kraemer Gruppe: „Seitens der Industrie wünsche ich mir allgemein mehr Partnerschaft auf Augenhöhe.“

… ILG Germany: „Ich bin ich davon überzeugt, dass wir ab spätestens April 2022 die Pandemie hinter uns lassen werden.“

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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