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175 Jahre Uhrmacherkunst aus Glashütte – A. Lange & Söhne feiert das Jubiläum mit einer Trilogie

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„Homage to F.A. Lange“ umfasst drei limitierte Editionen aus Honiggold und feiert auch den Neuanfang von Lange & Söhne vor 30 Jahren. Auf der Watches & Wonders Schanghai, die noch bis zum 13. September stattfindet, präsentiert A. Lange & Söhne Modelle der „1815“-Uhrenfamilie.

Die Zeitmesser mit Gehäusen aus Lange-exklusivem Honiggold sowie besonderen Uhrwerksdekorationen und Zifferblättern sind Ferdinand Adolph Lange gewidmet. Der Uhrenpionier legte mit der Gründung seiner Manufaktur vor 175 Jahren den Grundstein für die sächsische Feinuhrmacherei.

Im Jahr 2020 hat A. Lange & Söhne doppelten Grund zum Feiern: Das 175-jährige Jubiläum der sächsischen Feinuhrmacherei und den 30. Jahrestag eines mutigen Neuanfangs nach der Wiedervereinigung.

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175 Jahre Uhrenbau in Glashütte

Mit der Einführung der Taschenuhrfabrikation legte Ferdinand Adolph Lange am 7. Dezember 1845 den Grundstein für den Aufstieg der Uhrenstadt Glashütte. Aus den bescheidenen Anfängen einer Lehrwerkstatt mit 15 Auszubildenden entwickelte er nicht nur eine weit über die Grenzen Deutschlands hinaus erfolgreiche Uhrenmanufaktur. Er initiierte auch eine für damalige Verhältnisse moderne, arbeitsteilige Uhrenproduktion, indem er seine Mitarbeiter zur Gründung eigener Unternehmen ermutigte.

Er verband Wissenschaft und Handwerk mit modernen Produktionsmethoden, mit dem Ziel, in seiner Heimat Sachsen die besten Uhren der Welt zu bauen. Er führte das metrische System in die Uhrmacherei ein und kreierte neuartige Messinstrumente und Werkzeuge. Und er entwickelte zahlreiche Mechanismen und uhrmacherische Lösungen, von denen er viele zum Patent anmeldete – wie zum Beispiel die Dreiviertelplatine, die seit der Neugründung im Jahr 1990 ein typisches Merkmal der Zeitmesser von A. Lange & Söhne ist.

Trilogie zum doppelten Jubiläum

Die drei limitierten, neuen Modelle mit Gehäusen aus Lange-exklusivem Honiggold, speziellen Werksdekorationen und besonderen Zifferblättern sind diesem Uhrenpionier Ferdinand Adolph Lange gewidmet. Erstmals präsentiert werden sie auf der Watches & Wonders in Shanghai.

Damit kehrt das Unternehmen an den Ort zurück, an dem im Jahr 2008 mit der weltweit zweiten eigenen Boutique der Ausbau der Markenpräsenz in China begann. Seitdem hat Lange sein Distributionsnetzwerk kontinuierlich ausgebaut und verfügt heute über mehr als zwanzig Boutiquen und Verkaufsstellen in der Volksrepublik China und ihren Sonderverwaltungsregionen.

Lange-CEO Wilhelm Schmid:

„Für eine Marke, die nur wenige tausend Uhren pro Jahr herstellt, ist dies eine starke Erfolgsbilanz. Wir beobachten in China eine zunehmende Wertschätzung unserer exklusiven Zeitmesser, insbesondere auch durch eine jüngere Generation. Darüber freuen wir uns sehr. Ich bin überzeugt, dass China für A. Lange & Söhne noch großes Potenzial bietet und wir unsere Marktposition hier nachhaltig ausbauen können.“

Das verbindende Element der drei limitierten Neuheiten ist das Gehäusematerial Honiggold. Alle drei Modelle zeichnen sich darüber hinaus durch besondere Uhrwerksdekorationen aus. Zu ihnen gehören gekörnte Platinen aus Neusilber und schwarzrhodinierte Gravuren des Unruhklobens. Außerdem hat jede der drei Uhren ein besonderes Zifferblatt.

„1815 Thin Honeygold“

Die auf 175 Exemplare limitierte Zweizeigeruhr hat bei einem Durchmesser von 38 Millimetern eine Höhe von 6,3 Millimetern. Mit arabischen Ziffern und einer „Chemin-de-fer“-Minuterie betont das aufwendig von Hand hergestellte Emaillezifferblatt das von Lange-Taschenuhren inspirierte Design. Die Uhr ist auf 175 Exemplare limitiert.

Das aus 167 Teilen gefertigte Manufakturkaliber L093.1 dieses Modells interpretiert Langes Produktphilosophie auf moderne Weise. Mit einer Gangreserve von 72 Stunden beweist das nur 2,9 Millimeter hohe Handaufzugswerk, dass kompakte Bauweise und Leistung keine Gegensätze sind. Die freischwingende Lange-Unruhspirale hat eine Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde und sorgt in Verbindung mit einer klassischen Schraubenunruh für optimale Gangwerte.

„1815 Rattrapante Honeygold“

Sie ist die erste Uhr von A. Lange & Söhne, bei der die klassischen Komplikationen der Zeitmessung – Chronograph und Rattrapante – in ihrer reinen Form im Mittelpunkt stehen. Darüber hinaus wurde bei der auf 100 Stück limitierten Uhr erstmals das Gehäusematerial Honiggold mit einem schwarzen Zifferblatt aus massivem Silber kombiniert.

Der komplexe Chronographen- und Rattrapante-Mechanismus befindet sich auf der Uhrwerksseite des neuen Handaufzugskalibers L101.2, bestehend aus 365 Einzelteilen. Die Steuerung von Zeit- und Zwischenzeitmessung erfolgt über zwei Kolonnenräder. Sie sind, genau wie die Rattrapante-Zange, die den Rattrapante-Zentrumzeiger bei der Zwischenzeitnahme fixiert, durch den Saphirglasboden sichtbar. Das Federhaus stellt nach Vollaufzug eine Gangreserve von 58 Stunden bereit. Die freischwingende Lange-Unruhspirale garantiert in Verbindung mit der ebenfalls aus eigener Fertigung stammenden Schraubenunruh bei einer Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hertz) beste Gangwerte.

„Tourbograph Perpetual Honeygold“

Der komplizierteste Zeitmesser der neuen Jubiläumsedition wird nur 50 Mal gefertigt. Zwei seiner fünf Komplikationen – Tourbillon und Kette-Schnecke-Antrieb – dienen einzig und allein dem Zweck, die Genauigkeit noch weiter zu erhöhen.

Beim Zifferblattdesign hat A. Lange & Söhne einen gänzlich neuen Weg eingeschlagen: Es besteht aus schwarzrhodiniertem Honiggold mit erhabenen Ziffern und Skalen, die als geschliffenes Relief aus dem dunklen Hintergrund herausragen.

Der „Tourbograph Perpetual Honeygold Homage to F. A. Lange“ ist mit dem Kaliber L133.1 ausgestattet, welches aus 684 Einzelteilen besteht. Mit konstruktiven Details wie Kolonnenradschaltung für Chronograph und Rattrapante über die Schraubenunruh bis hin zur handwerklichen Vollendung entspricht es voll und ganz den Regeln der klassischen Feinuhrmacherei. Gekörnte Brücken und schwarzrhodinierte Gravuren kennzeichnen zudem das Werk des Sondermodell, bei dem das Kalendermodul um das Tourbillon herum angeordnet, die Mondscheibe besteht ebenfalls aus Honiggold.

 

 

 

 

Tags : glashutteHoneygoldLange & SöhneLimitierungperpetualRattrapanteTourbograph
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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