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13 Prozent der deutschen Wirtschaft sind direkt von Lockdown betroffen

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Der durch den Lockdown entstehende gesamtwirtschaftliche Schaden hält sich derzeit noch in Grenzen. So sind von den derzeitigen Anti-Pandemie-Maßnahmen von Bund und Ländern rund 13 Prozent der Wirtschaft Deutschlands betroffen.

Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. Die sechs durch Schließungen beeinträchtigten Wirtschaftsbereiche haben zusammen einen Anteil von 12,8 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung Deutschlands (bezogen auf das Jahr 2018).

Dazu zählen die Bereiche Erziehung und Unterricht, der Einzelhandel, das Gastgewerbe, der Kfz-Handel, Reisebüros und –veranstalter sowie die Kunst-, Kultur- und Erholungsbranche.

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Die restlichen 87 Prozent der Bruttowertschöpfung entfallen auf Bereiche, die von Schließungen nicht beziehungsweise nicht direkt betroffen sind. In Maßen entlastend wirkt sich zudem aus, dass etwa die Bereiche Gastgewerbe und Einzelhandel durch ein verstärktes Angebot an Lieferdiensten beziehungsweise E-Commerce ihre Umsatzeinbußen in Teilen begrenzen und abmildern können.

Dieser Blick auf die Gesamtwirtschaft soll gleichwohl nicht vergessen machen, dass der finanzielle Schaden für die betroffenen Branchen mitunter verheerend ist. Zudem erzielen viele Betriebe in den vom Lockdown betroffenen Bereichen ohnehin vergleichsweise geringe Margen und verfügen somit oft kaum über finanzielle Polster, um die Krise überbrücken zu können.

Das gilt insbesondere für die Gastronomie oder etwa auch für viele Friseurbetriebe. Zugleich gibt es weiterhin Probleme bei der zeitnahen Auszahlung der staatlichen Hilfsgelder für betroffene Unternehmen. Nicht eingepreist sind außerdem soziale Schäden wie etwa der Vertrauensverlust in Landes- und Bundesregierungen oder der Unterrichtsausfall an Schulen.

Die Bruttowertschöpfung ergibt sich als Differenz aus den Produktionswerten und den Vorleistungen in den einzelnen Wirtschaftsbereichen und umfasst den im Produktionsprozess geschaffenen Mehrwert. Sie ist eine Kennzahl der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) und eine wichtige Grundlage für die Berechnung des Bruttoinlandsproduktes.

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